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Handbuch für die feinwollige Schafzucht / Auf Befehl des Königl. Preuß. Ministeriums des Innen herausgegeben ; von A. Thaer, Königl. Preuß. Staatsrathe [et]c.
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Man macht dann einigen Schafen eine Ritze mit der Nadel und legt ein Endchen dieſer Fa⸗ den darauf, befeſtigt es mit einem Heſftpflaſter und laͤßt es 24 Stunden liegen. Pon dieſen ſo geimpften Schafen nimmt man dann die Materie ſuͤr die uͤbrigen. Man kann dieſe aus der IFmpfſtelle oder von den ausgebrochenen Blattern nehmen, ſobald ſich Eiter darin zeigt; nur nicht trocken gewordenen Eiter oder Schaͤr⸗ fe, die faſt immer bosartige Geſchwuͤre machen. Man kann Nothimpfung und Vor⸗ pauungsimpfung unterſcheiden. Erſtere wird vorgenommen, wenn ſich die Krankheit in einer Herde oder in der Rachbarſchaft zeigt. Man muß in jedem Falle damit eilen, die Jah⸗ reszeit ſey welche ſie wolle. Man darf dann hoffen, der natuͤrlichen Anſteckung noch zuvor zu kommen. Allein man iſt nicht ſicher, daß dieſes wirklich geſchehe. Zwar ſchadet es nicht, wenn ein ſchon angeſtecktes Thier noch geimpft wird; aber die Wohlthat der Einimpfung er⸗ reicht man dann nicht, ſondern die Krankheit bildet ſich ſo, wie ſie ſich ohne Fmpfung wuͤrde gebildet haben. Pielleicht kann dennoch die Eiterung der Impfſtelle, zumal an einem ſich erhitzenden Orte, das Uebel vergroſern. Der Erfahrene wird es nach dem Uebereinſtimmen des Zuſtandes der Impfſtelle mit dem Ausbruch und dem Verlaufe der Krankheit leicht unter⸗