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Handbuch für die feinwollige Schafzucht / Auf Befehl des Königl. Preuß. Ministeriums des Innen herausgegeben ; von A. Thaer, Königl. Preuß. Staatsrathe [et]c.
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der Stelle, wo die Einimpfung geſchehen ſoll, bequem beikommen konne. Gewbhnlich hat man bisher die von Wolle enthloſten inneren Theile der Vorder- und Hinterſchnekel gewählt. Ju Anſehung der Wirkung iſt es aber gleich, welche Stelle der Haut man nimmt. Man ſtcht dann ganz flach und ſchraͤg unter der Hberhaut ein, ſo daß man die Spise durch ſel⸗ biges durchſcheinen ſieht, nur eine Linie weit, hält ſie ſo ein bischen ſtill, und ſtreicht bei dem Herausziehen den Eiter etwas an. Wenn die Spitze nur unter die Haut gebracht iſt, ſo iſt es am beſten, wenn die Wunde ſo flach iſt, daß kein Blut kommt. Es waͤre wohl ein einziger gut gemachter Stich zureichend, da er

aber nicht gerathen könnte, ſo macht man ge⸗

wohnlich 2 oder 3 auf jeder Seite. Dieſe mehreren Stiche ſchaden auch nicht, und die Erfahrung hat die Meinung, daß man durch mehrere Stiche die Krankheit heftiger mache, nicht begruͤndet. Siszt noch Eiter a der Lan⸗ zette, ſo braucht man ſie nicht jedesmal friſch eintauchen zu laſſen; man ſtreicht ihn nur etwas nach der Spitze hin.

Die Auswahl der Impfungsſtelle iſt noch zweifelhaft. Es entſtehen nämlich an dieſer Stelle nach uͤberſtandener Krankheit haͤufig hartnäckige um ſich greifende Geſchwuͤre, die ſogar brandig werden. Letzteres hat man jedoch