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Handbuch für die feinwollige Schafzucht / Auf Befehl des Königl. Preuß. Ministeriums des Innen herausgegeben ; von A. Thaer, Königl. Preuß. Staatsrathe [et]c.
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daß ſie das Einbringen aller Mittel zu ſchwer machen. Man troͤpfelt unter einer Portion Schrot oder Malztrank ſo viel Pitriolöl, als erforderlich iſt, ihr einen ſaͤuerlichen Geſchmack zu geben. Oft werden ſie das ſaͤuerliche Ge⸗ traͤnk gern ſaufen, und man giebt ihnen ſo viel ſie wollen. Sonſt giebt man Quentchen Vitrioldl unter 1 Quart Waſſer, thut etwas Honig hinzu, und giebt ihnen S taͤglich viermal r ein.

Die unter der Borke ſtoenbe 6 in Geſchwuͤren angehaͤufte Jauche laͤßt man aus, und verbindet und beſtreicht die Stelle mit ei⸗ ner Salbe aus Eygelb und Terpentin.

Dieſe Krankheit befällt die Schafe, wie die menſchlichen Pocken den Menſchen, nur ein⸗ mal, und iſt auch im gelindeſten Grade zurei⸗ chend, den Koͤrper unempfaͤnglich fuͤr neue An⸗ ſteckung zu machen. Deshalb hat man die ab⸗ ſich liche, kuͤnſtliche und drtliche Anſteckung auch bei dieſer Thierkrankheit anzuwenden angefan⸗ gen, und zwar, wenn es mit der gehdrigen Vorſicht geſchah, mit dem gluͤcklichſten Erfolge. Warum uͤberhaupt dieſe drtliche Anſteckung auf der Haut im Durchſchnitt eine weit mildere und hoͤchſt ſelten todtende Krankheit herbringe, daruͤber ſind die Meinungen noch getheilt; allein alle Erfahrungen beſtätigen es. Dazu kommt aber, daß man die Krankheit dadurch