Druckschrift 
Handbuch für die feinwollige Schafzucht / Auf Befehl des Königl. Preuß. Ministeriums des Innen herausgegeben ; von A. Thaer, Königl. Preuß. Staatsrathe [et]c.
Entstehung
Seite
153
Einzelbild herunterladen

153

eine ununterbrochene Aufmerkſamkeit auf jedes Individuum erforderlich ſeyn, indem ein kräfti⸗ ges Mittel, welches heute von beſter Wirkung ſeyn wuͤrde, morgen bei verändertem Zuſtande der Krankheit ſehr nachtheilig wirken kann. Rur ein ausgezeichnetes Thier konnte vielleicht eine kunſtgerechte Behandlung verlohnen, die aber nur ein wahrer, mit der Natur des Schaſs bekannter Arzt zu diri Wir konnen alſo nur allgemeine Rathſchlaͤge zur Behandlung dieſer Krankheit geben, und dieſe beſtehen in folgendem.

Die kranken Thiere muͤſſen ſo luftig und kühl wie moglich, ſelbſt im Winter in einer Temperatur wenig uͤber dem Gefrierpunkte⸗ gehalten werden. Wenn ſie nicht freſſen wol⸗ len, ſo muß man ſie doch zum Saufen auf alle Weiſe anreizen, auch duͤnnen Schrottrank, am beſten wohl von Malzſchrot geben. Bekommen ſie Appetit, ſo gebe man ihnen im Sommer zartes Gras und Klee, aber nicht zu viel, im Winter beſonders Ruͤben. Entdeckt man die Krankheit fruͤh in der Erregungsperiode, und ehe ſich der Ausbruch auf der Haut zeigt, ſo iſt eine gute Portion Salz⸗ worauf man ſie nach Gefallen trinkenl der Citerungs⸗und Ab

dem Gehrauche der S

iren vermdchte.

äßt, ſehr angemeſſen. In rockungsperiode iſt von uren am meiſten zu er⸗ warten, wenn die Zufälle nicht ſo heftig ſind,

t e 0