S
1
—
Sind die Blattern nicht haͤufig und ſtehen ſie einzeln, ſo aͤußert das Thier, nachdem ſich der Eiter gebildet, nur wenige unbehagliche Empfindungen von dem Reize auf der Haut. Wenn ſie aber dicht ſtehen und zuſammenflie⸗ ßen, ſo erregt dieſer Reiz ein neues heftiges Fieber. Dieſe Periode dauert bei gutartigen und einzelnen Blattern nicht uͤber vier Tage oder bis zum ſiebenten Tage nach dem Aus⸗ bruch, und damit kann man die Krankheit als uͤberſtanden anſehen. Bei bosartigen und zu⸗ ſammenfließenden Blattern geht ſie nun aber in
4) die Abtrocknungs⸗ und Nachſchwa⸗ rungs⸗Periode uͤber. Im hoͤchſten Grade der Eiterung ſchwillt ihnen das Geſicht auf, die Augen gehen zu, es fließt ein dicker Schleim aus Naſe und dem Maul; unter der ſchwarz gewordenen Borke bildet ſich neuer Eiter oder miſtfarbige Jauche; ihre Ausduͤnſtung riecht aashaft, der Athem wird ſchwer und rochelnd. Wenn dieſe Zufälle heſtig ſind, ſo kommen die Thiere ſelten, oder im gluͤcklichſten Falle doch nur nach langem Leiden an freſſenden Geſchwuͤ⸗ ren durch, und verlieren oftmals die Augen⸗
Es hat keinen Zweifel, daß man auch im heftigen Grade der Krankheit durch ſorgfältige Verpflegung und Anwendung gerechter Mittel viel ausrichten könne. Es wuͤrde aber neben genauer Kenntniß der Krankheit und der Rittel


