5 8. Anziehung der reinen Race.
Die Einfuͤhrung einer vollig edlen und rei⸗ nen Stammſchaͤferei, welche ſich in ſich ſelbſt er⸗ haͤlt, und keines Bockankaufs— es ſey denn vielleicht eines ganz ausgezeichneten Thiers— weiter bedarf, iſt allerdings mit großen Schwie⸗ rigkeiten verbunben. Sie erfordert nicht nur ein ſehr betraͤchtliches Kapital, ſondern auch das Zuſammentreffen gluͤcklicher Umſtaͤnde und viele Bemuͤhungen, dieſe auſzuſuchen. Die Bezah⸗ lung juͤngerer Schafe reiner Art iſt faſt uner⸗ ſchwinglich, und man muß ſich mit älteren aus⸗ gemerzten Schafen begnuͤgen, von welchen man noch zwei, hoͤchſtens drei Lämmer erwarten kann. Das Riſiko iſt daher immer betraͤcht⸗ lich, theils auf der Reiſe, beſonders wenn ſie von entfernten Orten kommen, theils weil ſol⸗ che Schafe, wenn ſie an andere Weiden und Fuͤtterung gewohnt ſind, von der Veraͤnderung derſelben leicht leiden. Eine Hauptruͤckſicht, welche man deshalb zu nehmen hat, iſt die, daß man ihnen beides von moglichſt gleicher Art, ſo wie ſie es gewohnt ſind, geben könne. Selbſt eine zu ſchnelle, ſonſt in der Folge gewiß wohl⸗ thaͤtige Verbeſſerung der Nohrung darf nur
mit Vorſicht und allmaͤhlig angewandt wer⸗ den. Auch muß man ſich ſorgfältig nach ihrer
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