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wollige Schaf jeder Race, allmaͤhlich durch im⸗ mer erneuerte reine Durchkreuzung in ſeiner Descendenz, der Merino⸗Race nicht blos in ſei⸗ ner Wolle, ſondern auch in ſeinem Korperbau. Denn dieſer Korperbau ſcheint unzertrennlich mit der Feinheit der Wolle verbunden zu ſeyn, und alle Verſuche, auf einen groͤßern u d anders geformten Koͤrper die feine elaſtiſche Wolle zu verpflanzen, ſind vergeblich geweſen. Man hat folglich bei der Auswahl der zur Veredlung be⸗ ſtimmten Race und Individuen nur auf die Fein⸗ heit der Wolle, ungefleckte Farbe derſelben, Fe⸗ ſtigkeit in der Haut— denn alle Schafe, welche ihre Wolle abwerſen, ſind durchaus zu vermei⸗ den— und Geſundheit, weniger auf die Grd⸗ ße ihrer Natur zu ſehen. Denn in den folgen⸗ den Generationen veraͤndert ſich dieſe doch.
Da man gegenwaͤrtig Gelegenheit genug hat, halb veredelten Schafe anzukaufen, und ihr wenig hoͤherer Preis ſich ſchon bei der er⸗ ſten Schur reichlich wieder bezahlt, ſo wird es immer rathſam ſeyn, ſich dieſe, wo nicht auf einmal, doch allmaͤhlig anzuſchaffen, wenn man die Veredlung auch nur durch Kreuzung zu betreiben gewillet iſt, indem man alsdann um ſo eher zu einem hoheren Grad der Ver⸗ ſeinerung gelangt.


