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Handbuch für die feinwollige Schafzucht / Auf Befehl des Königl. Preuß. Ministeriums des Innen herausgegeben ; von A. Thaer, Königl. Preuß. Staatsrathe [et]c.
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genen Bockanzucht ſollte man billig Verzicht lei⸗ ſten, und ſie Schaͤfereien von vbllig reiner Ab⸗ kunft überlaſſen. Grobwollige Schafe können allerdings auch durch Meſtizbocke von einem ho⸗ heren Veredlun sgrade auffallend verfeinert werden, aber es geht dann langſamer, unſicherer, und nur unter der Bedingung, daß man die auf die mutterliche Natur zuruͤckſchlagenden Indivi⸗ duen ſorgfaltig ausmerze; wogegen man bei rei⸗ nen Stammbocken auf ſicherern Fortgang dreiſt rechnen kann, und in der Auswahl der Muͤtter nicht ſo ängſtlich zu ſeyn braucht.

Daß die hochſte und aus dauernde Vollkom⸗ menheit durch Veredlung nie erreicht werden kann, beweiſet der Unterſchied der leoneſiſchen und ſorianiſchen Herden in Spanien. Denn ungeachtet dieſe von jenen immer Stdoͤre kaufen, ſo ſteht doch der Preis der Wolle der letzteren, bei uͤbrigens gleicher Behandlung, um 4 geringer als der erſten(vergl. Teſſier, S. 26.)

Die Verſchiedenheit der Spaniſchen Merino⸗ Herden findet man in Poiferé de Cerè Abhand⸗ lungen, Annalen des Ackerbaues, K. 641., die meiſte Aufklaͤrung.

Die Veredlung der Wolle mittelſt der Freuzung macht um ſo ſchnellere Fortſchritte, je feiner und elaſtiſcher die Wolle der Urmutter an ſich war. Zwar naͤhert ſich auch das grob⸗