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Handbuch für die feinwollige Schafzucht / Auf Befehl des Königl. Preuß. Ministeriums des Innen herausgegeben ; von A. Thaer, Königl. Preuß. Staatsrathe [et]c.
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aus dieſen landesherrlichen Stammſchäͤfereien zu verſchaffen, ſo entſtanden mehrere vollig edle Herden, und verbreiteten ſich durch die Ab⸗ koͤmmlinge immer weiter, zumal wo der Preis, wie im Oeſtreichiſchen, ſo erſtaunlich hoch ſtieg, daß ein jeder die hoͤchſte Aufmerkſamkeit auf die mbglich laͤngſte Erhaltung dieſer Thiere und die Hervorbringung von vielen Lämmern wandte. Daſſelbe hat man leider nicht erreicht, wo man die aus Spanien geholten Schafe ſogleich ver theilte, und wo in den Privatſchaͤfereien nur von wenigen fuͤr die Reinerhaltung des Stammes von muͤtterlicher Seite aufmerkſam genug ge⸗ ſorgt wurde. Fedoch giebt es in allen Provinzen unſeres Staates, in den Marken, in Schleſien, in Preußen einige Schaͤfereien, welche man als vollig rein betrachten kann, zum Theil von rei⸗ nen ſaͤchſiſchen Herden abſtammen.

Durch das hier Geſagte ſoll keinesweges der Werth der Veredlung herabgeſetzt werden. Er bleibt immer groß, und unter individuellen Ver⸗ hältniſſen das zweckmaͤßigſte. Allein zu einer ſichern Stammſchaͤferei kann man ſich dadurch nicht erheben, und man muß nicht aufhdren ſich mit neuen Boͤcken, wo moglich reiner Abkunft, zu verſorgen. Man kann ſeine Wolle, beſonders wenn man ſie ſortirt, und grobere dazwiſchen fallende Pelze ausſchließt, der reinen leoneſi⸗ ſchen Merinowolle nahe bringen; allein auf ei⸗