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Theil auf die aͤußere Geſtalt, der andere auf die innere Konſtitution mehr Einſtuß habe, iſt vollig ungegruͤndet. Ich ſage im Adgemeinen, denn es giebt Individuen, auf die ſich nur die Quali⸗ täten des Vaters oder der Mutter allein, oder doch im uͤberwiegenden Grade zu vererben ſchei⸗ nen. Allein es werden in ſolchen Fällen jene Ei⸗ genſchaften des einen Theils mehrentheils nur in dieſem einen Abkömmlinge verdunkelt, und kom⸗ men in deſſen Rachkommen wieder, manchmal um ſo ſtärker, zum Vorſchein, ſo daß z. B. ein Stoͤr, der ſeinen Vater faſt vollig gleich war, nun Laͤmmer erzeugt, die ſeiner Mutter mehr gleichen. Ja zuweilen treten die mutterlichen Qusalitaten erſt in ſpätern Generationen, die von Baſtarden dieſer Art(bei den ſpaniſchen Schafen nennt man ſie Metis oder Meſti⸗ zen erſter Generation) entſtehen, wieder her⸗ vor. Es findet daher nie Sicherheit ſtatt, daß ein Stamm, deſſen Vater und Mutter von ver⸗ ſchiedenen Racen waren, ſich in den Eigenſchaften vollkommen erhalten werde, die er ſchon zu beſi⸗ tzen ſchien, und eine ſolche Baſtardart iſt daher pei keinem Thiere conſtant und gleichbleibend. Wenn die erſte Abkommenſchaſt eines feinen Störes und einer groben Mutter mit einem Stbre der reinen edlen Art wieder begattet wird, ſo wird ein Lamm erzeugt, welches in der Regel doppelt ſo viel von der Natur des Vaters als


