Kuͤhe werden ſehr viel gehalten, und noch mehr verkauft; denn nicht leicht wird ein Kuh⸗ kalb geſchlachtet. Manche halten auf jeden Bun⸗ der Ackerland eine Kuh. Hieruͤber erſtaunen die Englaͤnder, da die Brabanter faſt gar keine Wieſen und Weideland haben. Die vollkomme⸗ ne Stallfutterung und der große Futtergewaͤchs⸗ bau— nicht allein der Klee— macht dies möglich. Diejenigen Engländer, welche ſonſt die Wirthſchaftsart genau beobachtet und beur⸗ theilt haben, bemerken dies zwar, gehen doch aber uͤber dies, was gerade für ſie das wichtig⸗ ſte ſeyn ſollte, ſehr oberflaͤchlich weg, und Kei⸗ ner gibt eine ordentliche Beſchreibung der Stall⸗ futterurg. Ein Beweis, wie leicht man das, was einem ganz fremd und unbekannt iſt, und was eben deswegen die groͤßte Auſmerkſamkeit verdiente, uͤberſiehet, und wie noͤthig es ſey, baß man eine Sache, die man beobachten will, vorher kenne. Die Menge des Duͤngers bewun⸗ derten die Engländer ſehr, glauben aber, daß man den Dunger nicht gut behandle. Und dennoch holen die Flamlaͤnder noch allen Abtritts⸗ duͤnger und allen Abfall aus den Staädten, und die Torfaſche in großer Menge aus Holland.
Es wird auch vieles Vieh auf dem Stalle gemäſtet. Morgens und Abends erhaͤlt es Hehl⸗
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