Vegetation des Getreides.
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Getreidearten.
iſt dies hoͤchſt inconſequent und zeigt, daß er Young nicht aufmerkſam geleſen
und ſeine Tendenz nicht begriffen habe, welche gerade dahin gehet, zu zeigen, daß die gewoͤhnliche Wirthſchaft der durchreiſeten Gegenden noch ſehr unvollkom⸗ men ſey, und durch ein beſſeres Ackerſyſtem vervollkommnet werden koͤnne und muͤſſe. Häͤtte er den Durchſchnittsertrag, den Young von den verbeſſerten Wirth⸗ ſchaften angiebt,— beſonders in ſeinen ſpätern Reiſen, wo es ſchon mehrere ſolcher gab— ausgezogen, ſo wuͤrde das Reſultat ungefaͤhr geweſen ſeyn:
vom Weizen 15 Schfl. per Morgen
von der Gerſte 78„
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Rocken wird hier nicht gebaut.
Ueber die Werthsverhaͤltniſſe der Getreidearten und ihre ausſaugende Eigen⸗ ſchaft iſt Bd. I. S. 235— 249 und Bd. II. in den vorſtehenden Bemerkungen ge⸗ redet worden.
§. 19.
In der Vegetationsperiode des Getreides ſind folgende Umſtaͤnde, Vor⸗ faͤlle und Vorkehrungen zu beachten und anzuwenden.
Bei der Winterung haͤlt man es gut, wenn ſie nicht ſchnell hervorſticht, ſondern nach Verhaͤltniß der Temperatur lange in der Erde bleibt, weil ſich alsdann der untere Theil ihres Keims, die Wurzel, mehr entwickelt und ver⸗ ſtarkt. Ich habe bemerkt, daß die Saat bei guͤnſtiger Witterung auf tieferem Boden um drei Tage ſpäter hervorkam, als auf flachem. Wenn ungewoͤhn⸗ liche Duͤrre des Bodens Urſach iſt, daß der Saamen lange nicht zum Kei⸗ men koͤmmt, ſo kann man dies zwar nicht als vortheilhaft annehmen; es iſt jedoch auch nicht nachtheilig, als in ſofern die Vegetation dadurch zu ſehr verſpätet wird. Im Herbſte 1810 lief der zu Ende Auguſts geſaͤete Rocken erſt zu Ende des Oktobers, lag 7 bis 8 Wochen in der Erde, und viele ver⸗ zweifelten an ſeinem Aufkommen. Er lief aber nachher dicht genug und wuͤrde ein gedrungen ſtehendes Feld gegeben haben, wenn er ſich bei minderer Duͤrre des Fruͤhjahrs hätte beſtauden koͤnnen.
Der Sommerung wuͤnſcht man dagegen ein ſchnelles Hervorkommen, da⸗ mit ſie vom Unkraute nicht uͤberwachſen werde.
ESs iſt von guter Bedeutung, wenn die Saat Zleichzeitig und gleichartig bervorſticht. Kommt ſie allmählig und von ungleicher Stärke und Farbe her⸗


