Getreidearten. 27
Im noͤrdlichen Deutſchlande nimmt man gewöhnlich bei der Dreifelder
Wirthſchaft an:
vom Weizen„7 Scheffel
vom Rocken 6„
von der Gerſte 6
vom Hafer 5 mit Ruͤckſicht nämlich auf die Tracht nach der Duͤngung, worin dieſe Fruͤchte in der Regel gebauet werden.
Im Durchſchnitt ganzer Länder, wo ein großer Theil des Aekers ſchlecht beſtellet wird, kann man aber ſo viel nicht annehmen, ſondern im Durchſchnitt nur 5 Scheffel per Morgen.
Schwerz nimmt in Belgien nach ſeinen Noten— die aber, um ſolche Reſultate zu ziehen, nicht zureichend ſeyn moͤchten— per Magd. Morgen an:
vom Weizen 11,00 Berl. Scheffel
vom Rocken 12,5„„
von der Wintergerſte 17,96„ ⸗ bom ſi ⸗
Belgiſche Landwirthſchaft, Bd. I. S. 316.
Er vergleicht damit die Reſultate, welche ſich aus den Fraktionen der vie⸗ len Youngſchen Annotationen auf deſſen nordlichen, öſtlichen und ſuͤdlichen Reiſen durch England ergeben, und berechnet das Medium generale des Ertrags in England— zu den damaligen Zeiten 1760 bis 1770— auf den Magde⸗ burger Morgen
vom Weizen zu 9, 3 Berl. Scheffel
vom Rocken zu„9,„ ⸗
von der Sommergerſte zu 12,60 vom Hafer zu„14,48„,
Er beweiſet daraus den Vorzug der Belgiſchen landuͤblichen Landwirthſchaft vor der Engliſchen. Dieſen wird ihm im Concreto niemand abſprechen, ſelbſt die Englaͤnder nicht. Wenn er aber den, nur in einigen kleinen Diſtrikten Englands von Alters her gebraͤuchlichen und erſt neuerlich von den verſtaͤndigern Landwir⸗
then allgemeiner angenommenen Fruchtwechſel hier mit ins Spiel bringt, und aus jenen Datis beweiſen will, daß dieſer nicht ſo gut ſey, als ein andrer; ſo
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