Teil eines Werkes 
Vierter Band (1812)
Entstehung
Seite
26
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Gewicht.

Ertrag.

26 Getreidearten.

§. 45.

Die Nahrhaftigkeit des Getreides ſtimmt zwar nicht vollig, aber doch ziemlich mit ſeinem Gewichte uͤberein und weit mehr als mit ſeinem Volu⸗ men, weswegen es viel richtiger waͤre, es nach ſeinem Gewichte als nach ſei⸗ nem Maaße zu kaufen, zu ſchaͤtzen und anzuwenden. Bei der Branntwein⸗ brennerei hat man dies endlich begriffen, und verſtändige Brenner meiſchen

nur nach dem Gewichte ein. Da man gewoͤhnlich nur Maaße und keine Waagen zur Hand hat, ſo ſind die kleinen Probe⸗Waagen, die man in Verlin ſehr genau verfertigt haben kann,

ſehr bequem.

Das Gewicht der Getreidearten ſchwankt per Berliner Scheffel: beim Weizen zwiſchen.. 84 und 96 Pfd. beim Rocken zwiſchen bei der zweizeiligen Gerſte zwiſchen. 65 84 bei der kleinen Gerſte zwiſchen 55 bei der Himmelsgerſte zwiſchen. beim Hafer zwiſchen.. 5

§. 18.

Der Ertrag der Getreidearten richtet ſich bei gleich fruchtbarer Jahres⸗ witterung nach der im Boden befindlichen Kraft; und nach Verhaͤltniß ihrer Maſſe und ihrer nahrungsfaͤhigen Theile, entziehen ſie wiederum dem Boden ſeine Kraft, indem ihr Wachsthum und ihre Koͤrnervermehrung zwar nicht allein, aber doch zu einem großen, noch nicht beſtimmbaren Theile, durch die im Boden befindlichen vegetabiliſchen Nahrungsſtoffe bewirkt wird.

Man hat den Koͤrnerertrag der verſchiedenen Getreidearten in ganzen Pro⸗ vinzen und Laͤndern auszumitteln geſucht, allein die Data woraus man die Durchſchnitte gezogen hat ſind pochſt truͤglich und geben folglich kein glaubwuͤr⸗ diges Reſultat, koͤnnen aber noch weniger auf einzelne Faͤlle und beſondere Kulturarten ruͤckwaͤrts wieder angewandt werden. Nach den Umſtaͤnden ſind die Erträge zuweilen in der Wirklichkeit weit unter, zuweilen weit uͤber jene

Reſultate, ſelbſt im Durchſchnitt der Jahre.