Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1810)
Entstehung
Seite
283
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Vineraliſche Duͤngungsmittel. 269

Sie wird zum Ueberſtreuen der Wieſen vielleicht am haufigſten gebraucht, wo ſie ſtatt des Mooſes ein uͤppiges Gras und beſonders das Hervortreiben der kleeartigen

Gewaͤchſe ſo ſchleunig als nachhaltend befoͤrdert. Auf dem Acker aber iſt ſie nicht minder wirkſam. Man muß ſie nur, wie alle

dieſe Duͤngungemittel; mit der Ackerkrume ſorgfäͤltig zu mengen ſuchen, und deshalb

zum erſten Male ſehr flach unterpfluͤgen, damit die Egge ſie noch faſſen koͤnne. Sie

wird zu 18 bis 20 hochſtens 30 Scheffeln auf den Morgen gebracht, und ſorgfaͤltig ausgeſtreuet. Man bezahlt eine ſolche Duͤngung an einigen Orten gern mit fuͤnf bis acht Thalern, wogegenman ſie an anderen Orten noch ſehr woblfeil haben kann. Die⸗ ſen Werth kann ſie jedoch nur da haben, wo der Boden durch Miſtduͤngung in Kraft geſetzt iſt. Auf einem ausgezehrten Boden wuͤrde ſie der Erwartung nicht entſprechen. Deshalb iſt ſie auch nur da in großen Ruf gekommen, wo ſich der Acker in jenem Zuſtande befindet. Ihre Wirkung iſt alsdann auch nachhaltig, und man behauptet ſie auf 10 bis 12 Jahre zu verſpüren, jedoch wohl nicht, wie Benekendorf ſagt, ohne weitere Miſtduͤngung.

§5. 92.

Wo Holz in ſo großem Ueberfluſſe vorhanden iſt, und ſo wenig Abſatz findet, daß man es nicht vortheilhafter als zur Pottaſchenſiederei benutzen kann, bedient man ſich des Ruͤckſtandes, nachdem das Kali ausgelaugt worden, mit ſo großem Nutzen zur Duͤngung, daß man dieſe manchmal als einen zureichend belohnenden Vortheil der ganzen Anlage betrachtet. Man bringt ſie auf ältere Aecker, oder man ſetzt da⸗ durch den abgeholzten und umgebrochenen Forſigrund um ſo ſchneller in Kraft.

Jede Haushaltung pflegt uͤbrigens etwas ausgelaugte Holzaſche zu haben⸗ Wäre es auch nur wenig, ſo verdient ſie doch aufbewahrt und gehörig benußt zu wer⸗ den. Wird ſie, wie haufig geſchieht, klumpweiſe auf den Miſthaufen geworfen, ſo kommt ſie wenig zu Rutzen, indem die Aſche durchans důnn vertheilt ſeyn muß, wenn ſie eine gute Wirkung thun ſoll; zuſammengehauft aber gerade den Fleck unfruchtbar macht, worauf ſie faͤllt.

§. 93.

Die Torfaſche iſt nicht nur von der Holzaſche ſehr verſchieden, indem man in allen mir bekannten Unterſuchungen gar kein freies Kali und nur fehr wenig neutrali⸗ ſirtes darin gefunden hat; ſondern ihre Beſtandtheile weichen auch in den verſchiedenen Torfarten auffallend von einander ab. Der. Kalk iſt ihr uͤberwiegender Beſtandtheil, vorausgeſetzt, daß der Torf nicht vielen Sand eingemengt enthielt. Der Kalk beſindet

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Torf⸗

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