Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1810)
Entstehung
Seite
282
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268 Mineraliſche Dingunosmitte.

Die ausgebrannte Aſche beſteht aus Erden und Kali, denen ſich Mearybe und verſchiedene Salze zuweilen beimiſchen. Unter den Erden iſt die Kalkerde immer yradominirend, wenn gleich die Pflanzen nicht auf kalkhaltigem Boden gewach⸗ ſen ſind.

Dem Kali kann man als Zerſetzungemittel eine große duͤngende Wirtung nicht abſprechen. Aber mehrentheils kommt nur Aſche zum Gebrauch, welche ſchon aus⸗ gelauget iſt, und dieſe hat immer noch eine betraͤchtliche, wenn auch nicht ganz ſo große Wirlung als die unausgelaugte. Es muß daher in der Aſche etwas Beſonde⸗ res, noch nicht Erkanntes ſeyn, was den ungleich groͤßern Effekt der ausgelaugten Aſche, gegen den von einer gleichen Quantitaͤt derſelben Erden etwa hervorgebrachten bewirkt. Es iſt in der Aſche wahrſcheinlich noch etwas vom vegetabiliſchen Leben zuruckgebliebenes, was unſere Sinne nicht erreichen koͤnnen. Dieſer Gedanke ſcheint ſich auch dadurch zu beſtätigen, daß man faſt allgemein beobachtet hat, Aſche die bei langſamem Feuer und bei mehr verhindertem Zutritt der Luft gebrannt worden, ſey als Duͤngungsmittel weit wirkſamer, als die mit hellem Feuer gebrannte.

Die unausgelaugte Aſche verſetzt man zuweilen, um ihr eine große Wirkſamkeit zu geben, mit friſch gebranntem in Pulver zerfallenen Kalk, und befeuchtet dieſe wohl durchgeruͤhrte Mengung etwas. Das Kali der Aſche wird hierdurch ätzend. Man bedient ſich dieſes Mittels zum Ueberduͤngen, beſonders des Klees in ſchwachem Maaße. So wird auch nach dem Abbrennen des Raſens gern noch etwas Kalk hinzugefuͤgt.

Obwohl dieſe S Mechode des Raſens hierber zugehoren ſcheint, ſo werden wir doch erſt bei der Lehre von der Urbarmachung des Bodens darhber re⸗ den, indem ſie dabei hauptſaͤchlich ihre Anwendung findet.

ö91, Seifen fieden⸗ Am haͤuſigſten kommt die ausgelaugte Holzaſche als Seifenſiederaſche(Eſcherich) b. in Gebrauch. Kali enthaͤlt ſie wenig mehr, aber ſie iſt mit Kalk vermengt, und mehrentheils mit einigen gelatinoͤſen Theilen, auch Greven und andern Abfällen,

die bei der Lichtzieherei und Seifenſiederei vorkommen. Gewoͤhnlich wird von den Seifenſiedern auch aller Auskehrigt aus dem Hauſe und Hofe darunter gemengt, wo⸗

durch ſie aber nicht verbeſſert wird. Die Wirkſamkeit dieſes Duͤngungsmittels iſt nun

ſo allgemein bekannt, daß ſie wohl allenchalben aufgeſucht, und weit verfahren wird,

ungeachtet man ſie vor 20 Jahren an den meiſten Orten noch wegwarf, und aus den Städten als einen unnuͤtzen Schutt loszuwerden ſuchte.