378 Stallfutterungsſyſtem.
30 Prozent abſchwemmbaren Thon und Humus, und hoͤchſtens 70 Prozent Sand enthalt, und der gewöhnlich entweder Weizenboden zweiter Klaſſe, oder Gerſtbo⸗ den erſter und zweiter Klaſſe, oder guter und Mittelboden genannt wird. Auf ſandigerem Boden, der zwiſchen 25 bis 30 Prozent abſchwemmbaren Thon ent⸗ haͤlt, geraͤth zwar der Klee bei zureichender Duͤngung auch in den meiſten Jah⸗ ren, iſt aber in trockenen doch ſo unſicher, daß man nicht darauf wuͤrde rechnen koͤnnen, wenn die ganze Feldmark oder einzelne Schlaͤge aus ſo loſen Boden be⸗ ſtänden; weshalb auf Guͤtern dieſer Art die Weidewirthſchaft, wie ſchon geſagt, immer ſicherer bleiben wird. Uebrigens wird man bei der Auswahl der in die⸗ ſen Rotationen vorkommenden Fruͤchte, auf den mehreren oder minderen Thonge⸗ balt, ſo wie auch auf den beigemiſchten Kalk und den bereits erlangten Reich⸗ thum an Humus zu ſehen, und darnach dieſe verſchiedentlich zu beſtimmen ha⸗ ben, woruͤber erſt in der Folge das Naͤhere angegeben werden kann. In vier Schlaͤgen. 1)** Behackte Fruͤchte zur Futterung 3) Klee. und vielleicht gedrillte Bohnen. 4) Rocken oder Weizen. 2) Gerſte. Dieſe in manchen engliſchen Wirthſchaften ſehr gebraͤuchliche, und vormals in einer kleineren Wirthſchaft von mir eingefuͤhrte Fruchtfolge haben manche durch ein unbegreifliches Mißverſtändniß fur die einzige Form einer Fruchtwechſel⸗ wirthſchaft gehalten. Sie paßt ſich eigentlich nur fuͤr kleinere Wirthſchaften, und jede große wird ihre Schlaͤge zweckmaͤßiger mehr theilen. In fuͤnf Schlagen wird nach der Winterung noch Hafer genommen, welches wegen der darauf fol⸗ genden reinigenden Frucht ohne Bedenken geſchehen kann. Ich fand bei einem damit gemachten Verſuch den Hafer im Verhaͤltniß der uͤbrigen Fruchte indeſſen zu wenig eintraͤglich, um dabei zu bleiben. Wo man ſich aber erſt in einen ſtarken Futtervorrath ſetzen wollte, da konnte auch das Kleefeld zwei Jahre benutzt werden. In ſechs Schlägen. bis 4) Wie oben. 5)*Erbſen und nach Bedarf gruͤn zu maͤhende Wicken. 6) Rocken.


