376 Stallfutterungsſyſtem.
belegene Koppeln ausgewaͤhlt, und bauet darin dreijaͤhrig, und mehrentheils ſchon im erſten Jahre der Ausſaat zugleich mit dem untergeſaͤeten Getreide, gruͤn zu benutzenden Klee, oder, wo der Boden ihr zutraäglich, Luzerne. Wenn dieſe Futterkrauter ausgehen, werden ein oder zwei Jahre Wurzel⸗ oder Kohlge⸗ wächſe darin gebauet, vielleicht auch eine Getreide⸗ oder Huͤlſenfrucht, und ſie dann wieder zu Futterkräutern niedergelegt. Dieſe Futterkoppeln konſumiren aber einen großen Theil des Duͤngers, indem der Klee ohne ſtarke Duͤngung ſo oft wie⸗ holt nicht darin fortkommt. Der Hauptzweck des Futterbaues und der Stall⸗ futterung: der ganzen Feldflur eine ſo viel reichlichere Duͤngung zu verſchaffen, — fällt alſo dabei weg, und der ſonſt abſurde Einwurf gegen den Futterbau, daß er zu vielen Duͤnger wegnehme, iſt in dieſem Falle gewiſſermaßen gegruͤn⸗ det. Ferner faͤllt aber auch der andere Hauptvortheil: der Wechſel zwiſchen gruͤnen und koͤrnertragenden Ernten— dabei weg. Die Brache muß ungenutzt dabei liegen bleiben, oder der Acker verwildert. Nur in das weite Feld und in den allgemeinen Umlauf gebracht, können gruͤne Ernten neben der chemiſchen Verbeſſerung des Bodens durch den Duͤnger auch die mechaniſche durch die Lok⸗ kerung bewirken und die Reinheit deſſelben erhalten.
Daher kann der Futterbau in beſondern Koppeln nur als ein ſehr mangel⸗ haftes Huͤlfsmittel angeſehen werden, wodurch man in der Felder⸗ und Koppel⸗ wirthſchaft ſich einige Beihülfe zur Viehfutterung verſchafft, welches aber bei der allgemeinen Stallfutterung im Großen durchaus zweckwidrig iſt. Eine ver⸗ haͤltnißmaßig kleine Koppel mit ausdauernden Futterkraͤutern, Luzerne und Maͤhe⸗ gräſern beſäet, kann nahe beim Hofe auch der kompletten Stallfutterung zuwei⸗ len ganz bequem ſeyn, um als Zwiſchenfutterung zu dienen⸗
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Das zweite Syſtem des Futterbaues iſt das bei der Dreiſelderwirthſchaft: ihn in und ſtatt der Brache zu nehmen. Wir haben bereits oben von dieſem, durch Schubart hauptſaͤchlich verbreiteten Syſteme, deſſen Moͤglichkeiten und deſ⸗ ſen Schwierigkeiten geſprochen. Es wird hierdurch den Ackerbau kein Duͤnger entzo⸗ gen, und der Klee giebt dem Acker vielmehr neue Kraͤfte, wenn er gut, dicht und
rein ſteht. Allein dieſes kann man nur auf beſonders fruchtbarem und fuͤr ihn geeigne⸗ tem


