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Erster Band (1809) Begründung der Lehre und des Gewerbes : Oekonomie oder die Lehre von den landwirthschaftlichen Verhältnissen
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Stallfutterungsſyſtem. 375

chem der Werth des Grundes und Bodens ſteigt, und in groͤßerer Verlag auf die Landwirthſchaft verwandt wird.

Am wenigſten paßt ſich die Stallfutterung auf ſehr ſandigem Boden, der weni⸗ ger als 25 Prozent Lehm und Humus enthaͤlt. Dieſem Boden iſt die ſogenannte Ruhe oder das Eindreeſchen und der Weidegang beſonders nutzlich, um ihm die Bin⸗ dung zu geben, die er bei zu haͤufiger Beackerung gaͤnzlich verliert.

Auch iſt er fuͤr die Schafe mehr wie fuͤr Rindvieh geeignet, deren Stallfutterung vorerſt ſich noch nicht verbreiten wird, und wenigſtens auf ſolchem Boden nicht paßt. Der Futtergewaͤchsbau fuͤr den Sommer iſt hier der duͤrren Zeiten wegen auch bei zureichender Duͤngung noch immer ſehr mißlich, ſo ſicher auch der Bau der Futter⸗ wurzeln fuͤr den Winter darauf betrieben werden kann⸗

§. 390.

Man unterſcheidet unter ganzer und halber Stallfutterung. Unter letzterer ver⸗ ſteht man nicht, was ſonſt auch ſtatt findet daß ein Theil des Viehſtapels auf dem Stalle bleibt, und der andere weidet, ſondern daß das Vieh ſeine Nahrung täglich zum Theil von der Weide holt, zum Theil im Stalle erhalt. Dieſe halbe Stallfutterung haben manche in Anſehung der Benutzung des Viehes fuͤr die einträg⸗ lichſte Art gehalten, und dabei den groͤßten Molkenertrag gehabt. Es iſt auch natuͤr⸗ lich, daß die Freßluſt des Viehes durch dieſe Veränderung gereizt, und ſeine Ver⸗ dauungskräfte geſtarkt werden. Vorzuglich wird ſie da rathſam, wo man einen nicht zu weit entſernten Weideanger der Gefahr der Ueberſchwemmung oder anderer Urſachen wegen nicht vortheilhafter benutzen kann, ſolcher aber doch zur voͤlligen Ernaͤhrung des noͤthigen Rindviehes im Sommer nicht zureicht.

S. 3091. Die Stallfutterung läßt ſich bei verſchiedenen Ackerſyſtemen betreiben und Verbindung damit verbinden. In dieſer Hinſicht haben wir einen Unterſchied zu bemerken. verſchiedenen

** ld. Die erſte und aͤlteſte Methode des Futtergewinnes iſt die in beſondern

Futterkoppeln oder Kleegaͤrten. Man hat dazu gewoͤhnlich nahe am Hoſe