Stallſutte⸗ rungsſyſtem.
Vortheile der Stallfutte⸗ rung.
364 Wechſelwirthſchaft nach der Regel der Fruchtfolge.
Die letzt erwaͤhnte Wirchſchaft iſt auf eine ſehr ſtarke, edle Schaͤferei hauptſäch⸗ lich berechnet, und dieſer iſt die ganze Weide beſtimmt, wogegen das Rindvieh wahr⸗ ſcheinlich auf dem Stalle wird gehalten werden.
Stallfutterungswirthſchaft.
§. 374.
Das Weſentliche derſelben beſteht darin, daß das Vieh im ganzen Jahre haupt⸗ ſaͤchlich durch abgeſchnittenes und ihm zugefuͤhrtes Futter ernaͤhrt wird, und wenig, etwa nur zu Ende des Sommers, oder gar nicht weidet. Es wird wirklich nach dem eigentlichen Sinne des Worts im Stalle gehalten, oder auf einem dazu eingerichteten Hofe gefuttert, oder aber in beſonderen beweglichen ſtarken und hohen Horden, de⸗ ren Platz alljährig verändert und nach der Hauptfutterkoppel hin verlegt wird. Ge⸗ wiſſermaßen kann man hierher auch das in einigen Gegenden gebräuchliche Tudern des Viehes rechnen. Ueber die Vortheile der einen oder der andern Methode zu reden iſt hier der Ort nicht, wo wir dieſe Futterungsart bloß in Hinſicht auf die allgemeinen Wirtrchaftsverhaͤltniſſe betrachten. Wir haben im Deutſchen ſonſt kein Wort, dieſe Futterung durch Zufuͤhrung der Nahrung auszudruͤcken. Die Englaͤnder nennen es Soiling, ohne Ruckſicht auf den Ort und die Methode, wo und wie es geſchieht.
5. 375.
Die uͤberwiegenden Vortheile dieſer Wirthſchaftsart beſtehen in folgendem:
1) Sie bedarf eines weit geringern Flaͤchenraums zur Ernahrung ihres Viehes.
a) Indem ſie ihren zum Futtertragen beſtimmten Acker gehoͤrig vorbereitet, und ſeine Begraſung nicht der Natur uberlaßt, ſondern durch Beſamung und Be⸗ pflanzung ſolche Gewaͤchſe darauf erzeugt, welche ſowohl ſeiner beſondern Beſchaſſen⸗ heit, als der Natur desjenigen Viehes, dem man ſie beſtimmt, vollkommen ange⸗ meſſen ſind. Hierdurch macht ſie ſich die Produktionskraft der Natur auf die moͤglich poͤchſte Weiſe zu Nutzen, und zieht eine vielfach ſtärkere Quantität von Rahrung von einer Flaͤche Landes, als dieſe ſonſt hervorbringen wuͤrde.
p) Indem ſie dieſe Futtergewächſe ihren volligen Wachsthum und den ange⸗ meſſenſten hoͤchſten Grad ihrer Entwickelung erreichen läßt, in welchem ſie der Quan


