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Erster Band (1809) Begründung der Lehre und des Gewerbes : Oekonomie oder die Lehre von den landwirthschaftlichen Verhältnissen
Entstehung
Seite
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Begruͤndung der Lehre. 7

Begruͤndung der Lehre.

F. 1.

Die Wiſſenſchaft des Ackerbaues beruht auf Erfahrung, und es koͤnnen nur die Auf Erfab⸗ an eine Erfahrungs⸗Wiſſenſchaft zu machenden Forderungen an ſie ergeben. Ihr Grundſtoff iſt empiriſch, d. h. durch ſinnliche Wahrnehmung gegeben. Wäre die Erfahrung aber auch ganz empiriſch, ſo iſt doch die Entwickelung der Reſultate und die Conſtruction der Wiſſenſchaft das Werk des Verſtandes.

5 15 Aber ſchon Erfahrung an ſich iſt nicht bloß ſinnliche Wahrnehmung, ſondern Was Erfah⸗ begreift Reflerion uͤber das Wahrgenommene in ſich. Der Begriff der Kauſalität, oder daß eine Erſcheinung die Wirkung einer andern ſey, liegt jeder Erfahrung zum Grunde, und folglich iſt jede aus ſinnlicher und aus Thätigkeit des Verſtandes zuſammengeſetzt. Es iſt auch dem roheſten Menſchen eigen, bei jeder beachteten Erſcheinung nach der Urſache zu fragen, und Etwas ohne Urſach kann ſich keiner denken. Die Urſache einer Erſcheinung muß die Wirkung einer anderen ſeyn, und dieſe muß wiederum eine andere Urſache haben. So denkt ſich jeder Menſch eine Kette von Urſachen ſo lang, als es moͤglich iſt, nimmt oft die Phantaſie zu Huͤlfe, um ſie zu verlaͤngern, laͤßt die Welt auf einen Rieſen, den Rieſen auf einen Elephan⸗ ten, und den Elephanten auf einer Schildkroͤte ruhen muß aber endlich auf einen Punkt kommen, wo er keine Urſach der Urſachen mehr finden kann. Die letzte Ur⸗ ſach nennen wir dann Kraft, welche wir wie von der Natur, von der Gottheit aus⸗ gehend, betrachten. Kraft iſt aber immer nur das letzte, wohin unſer Verſtand dringen kann, und Manches, was man fuͤr eine nicht weiter zu ergruͤndende Kraft anſah, iſt nachmals als Wirkung tiefer liegender Urſachen anerkannt worden..

F. 16.

Zu dem Schluſſe, daß eine Erſcheinung die Wirkung einer anderen ſey, fuhrt uns das oftere Beieinanderſeyn oder Aufeinanderfolgen dieſer Erſcheinungen. Hierin liegt aber der Grund der meiſten Trugſchluſſe, indem wir zu leicht geneigt ſind, das Folgende immer als die Wirkung des Vorhergehenden anzuſehen.(Post hoc, ergo