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Das Böse im Einklange mit der Weltordnung dargestellt : oder Neuer Versuch über den Ursprung, die Bedeutung, die Gesetze und Verwandtschaften des Uebels : mit kritischen Blicken in die Gebiete der neuern Theologie und Pädagogik in philosophischer Hinsicht / von B. H. Blasche
Entstehung
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D.

Alles Gleiche(Identiſche, Ruhende, ſcheinbar Todte) in der Schoͤpfung iſt der Entzweiung fahig durch Erregung; das Entzweite(Gegenſaͤtziche, Differente, Polare) aber ſtrebt nach Ausgleichung.

§. 14.

Auch dieſes Geſetz iſt im Vorhergehenden ſchon vorbe⸗ reitet und eigentlich nur als Reſultat aus dem Frühern zu betrachten. Es deutet auf die nothwendige Wechſelbeziehung zwiſchen der Einheit und Gegenſätzlichkeit in der Schoͤpfung. Das ewige Anſich der Gegenſatze iſt abſolute Einheit, aber dieſe iſt zugleich abſolute Moͤglichkeit der relativen Entzwei⸗ ung Behufs der Offenbarung, mithin der abſolute Grund aller Wirklichkeit. In letzter werden wir daher das erwähnte Verhältniß zwiſchen der Einheit und Gegenſätzlichkeit oder die Beſtätigung des obigen Geſetzes uͤberall ausgedruckt oder dargeſtellt finden. Wir betrachten zunaͤchſt die beiden Seiten des obigen Geſetzes nach einander, jede fuͤr ſich. 1) Daß es in der ganzen Schoͤpfung keine ſchlechthin leb⸗ loſe vom Leben abſolut verſchiedene und getrennte Maſſe gibt, noch geben kann, iſt in fruͤhern Paragraphen(5§. 9 und 13) ſchon angedeutet. Das ſcheinbar Lebloſe, Starre, Todte in der Natur iſt nicht ohne Lebensfaͤhigkeit; die Starrheit beruht auf einem Gleichgewicht entgegengeſetzter Kraͤfte, die fortwaͤhrend gegen einander wirken, welche Gleich⸗ heit des Entgegenwirkens den Schein eines ruhigen, leb⸗ loſen Daſeyns gibt. Aber jedes Gleichgewicht kann geſtört werden, und ſobald es geſtoͤrt wird, aͤußern ſich die außer Gleichgewicht geſetzten Kraͤfte durch Bewegung, durch ent⸗ ſtehende und auf einander folgende Veraͤnderungen, d. h. ſie