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hervorbringen und ſich gegenſeitig erregen(hervorrufen). So verhalten ſich z. B. die hoͤchſten Grade entgegengeſetzter Gemuͤthszuſtaͤnde, als Freude und Traurigkeit, Liebe und Haß, Hoffnung und Furcht, die bei reizbaren Gemuͤthern, beſonders bei Kindern, bekanntlich oft ſehr ſchnell mit einander abwechſeln. Ich uͤberlaſſe es uͤbrigens meinen Leſern, noch mehr Beiſpiele zur Beſtaͤtigung jenes Ausſpruchs aus dem Schatze ihrer Erfahrung beizubringen, und ſie werden ſich immer mehr uͤberzeugen, daß alles fuͤr die Einheit der Ge⸗ genſaͤtze(Glieder des Gegenſatzes) ſpricht.
Eine merkwuͤrdige Folge aus dem Bisherigen, die frei⸗ lich gegen die gewoͤhnliche Vorſtellungsart ſtreitet, iſt alſo dieſe: daß die Gegenſätze ſich nicht wie reine Widerſpruͤche verhalten, deren Glieder einander ſchlechthin(vollkommen, abſolut) ausſchließen, daß letztere ſich nicht verhalten wie Poſition und Negation, ſondern vielmehr wie Poſition und Antipoſition(Setzung und Entgegenſetzung), daß mithin das eine Glied nicht bloßer Mangel des andern iſt, da ſie einan⸗ der zwar gegenſeitig verneinen, aber nur theilweiſe, ſo daß ſie ſich nur durch das Uebergewicht oder das Vorwalten des einen uͤber das andere unterſcheiden, nicht aber wider⸗ ſpruchlich ausſchließen. Die Glieder des Gegenſatzes be⸗ ſchränken(begrenzen) einander gegenſeitig, und dadurch iſt ihre Erſcheinung und Wahrnehmung Cals Offenbarung der Einheit) bedingt, was von ſelbſt klar iſt, da das Un⸗ begrenzte(Grenzenloſe) uͤberall kein Gegenſtand unmittel⸗ barer Wahrnehmung ſeyn kann.— Zu dieſer wichtigen Folgerung aus dem Bisherigen werden die Leſer die Erlaͤu⸗ terung durch Beiſpiele, in der weitern Ausbildung unſers Schluͤſſels nicht vermiſſen.
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