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für die Erkenntniß, uͤberhaupt ſowohl, als ins⸗ beſondere fuͤr die Vorſtellungen als geiſtige Ebenbilder der Dinge. Dieß fuͤhrt endlich 4) auf die wahre Natur des Gegenſatzes oder die Ge⸗ ſetze der Gegenſatzlichkeit, in deren rechter Beſtim⸗ mung eben das Weſen(die aufſchließende Kraſt) dieſes Schluſſels beſtehen wird.— Der Verfaſſer dieſes Werks kann zum Voraus die Verſicherung⸗ geben, daß die Folge⸗ rungen, die ſich aus obigen Saͤtzen ziehen laſſen, nachdem ſie hinlanglich erwieſen worden, uͤber unſern Gegenſtand und deſſen naͤhere Begruͤndung viel Licht verbreiten werden.
I. Gruͤnde fuͤr die Allgemeinheit der Gegenſätzlichkeit. §. 2.
Sobald man verſucht, von dem Ganzen der Schopfung (der Welt, dem All, der Geſammtheit der Dinge) die all⸗ gemeinſte, umfaſſende Eintheilung zu finden, oder ſeine allgemeinſten Seiten zu beſtimmen, ſo wird man ſogleich auf Gegenſätze ſtoßen. Welche Eintheilung des unendli⸗ chen Ganzen koͤnnte aber allgemeiner, erſchoͤpfender ſeyn, als die in Geiſt und Materie? Beide aber verhalten ſich gegenſätzlich zu einander, was keines Beweiſes bedarf. Oder(man kann auch fragen:) welche Seiten der Schoͤ⸗ pfung wären allgemeiner, durchgreifender, als Leben und Stoff? Beide aber bilden denſelben, allgemeinen Gegen⸗ ſatz; denn Geiſt und Leben ſind, im Grunde, nicht ver⸗ ſchiedene Seiten, weil beide, im Weſentlichen, die Thaͤtig⸗ keit mit einander gemein haben; nur iſt man gewohnt,


