Druckschrift 
Momentaneae Afflictionis Æterna Gloria : Der leichten Trübsal dieser Zeit Ewig-folgende Herzlichkeit, Aus dem herrlichen Trost Spruch des Apostels II. Corinth: IV, 17,18 : Unser Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schaffet eine ewige und über alle maß wichtige Herzlichkeit, [et]c. : Bey Christlicher Leich-Begängniß Der Heyland Edlen, viel Ehr- und Tugendreichen Fr. Marien Achterman[n]s, Des Edlen, Vest- und Hochgelahrten Herrn D. Hermanni Konerdingen, Fürstlichen Braunschweigischen Lüneburgischen Archiatri, gewesenen herzlieben Haus-Ehren, Am 6. Tage des Monats Junii, im Jahr MDCLXVIII. In der hiesigen Marien-Kirchen zubetrachten / vorgetragen von Brandano Dætrio, S.Th.D. Fürstlicher Ober-Hof-Prediger und Abten des Closters Riddagshausen
Seite
59
Einzelbild herunterladen

ewig⸗folgendeSerligkeit.9 Chriſtõleidet/ auſf daß ihr auch ʒur Zeitder Offen⸗ Berrligkeit Freude und Wonne ha⸗ en moget.

n wir aber zu ſolcher Anſchauung GOttes und unſers Heylandes Chriſti JEſu/ worinnen die zukünfftige⸗ wige und uͤber alle maß wichtige Herrligteit/ vornehmlich beſte⸗ het/nicht anders gelangen gebracht werden kofien/ ais durch den Todt undeinen ſeligen Abſchied von dieſer Welt/ ſo gehoͤret es zuletzt nochmit zu der recht⸗Chriſtlichen Glaubens ⸗Ubung/ daß/ wanns mit uns Sterben koͤmpt/ und GO TT uñs abfodern wil/ wir fur dem Tode uns nicht entſetzen/ ſondern uns willig ſchicken und in GOttes Hand uns willigund gehorſamlichergeben/ als die wir wiſſen/ daß der Todt eines glaubigen Cyriſien nichts anders ſey/ als der Weg und Ein⸗ gang zum Leben/ zu der ewigen himmliſchen Herrligkeit/ worauff wir Chriſten ja alle in dieſer Welt hoſſen und warten und weiches das Ende iſt unſers Glaubens. Kan alſo ein Chriſtglaͤubiger bey Herannahung ſeines Todes dem Apoſiel

etroſt nachſprechen: Chriſtus iſt mein Leben/ und völihh.. terbeniſimtin Gewinn. Ich habe Luſi abzuſchei⸗ 2n2. denund bey Chriſto ʒuſeyn· Und diß iſt die recht ſelige heilſame praxis und libuñgdes Chriſtlichen Glaubens beyal⸗ len denen/ die da hoffen auff die ewige und uͤber alle maß wich tige und deßwegen nicht ſehen auff das Sichtbar⸗ und Zeiniche/ ſondern auff das Unſichtbare und Ewige/ unb darnachin ihrem gantzen Chriſtenthum/ in guten und boͤſen Tagen/ in Lieb und Leyd/ im Leben und Sterben ſich eich⸗ ten und ſchicken. Deſſen ſich dann auch unſere in GOtt ru⸗ hende ſelige Mirſchweſter dey ihrem laͤngſt erwehltem Leich⸗ Tert wol zuerinnern gewuſt/ wie vorhin alſo auch noch in legt auff ihrem Krancken· und 15ſbn ſi vondem. j re