6 Der leichten Ertbſaldieſer Zeit. baren unð Zeſtichenir Her und Brdancken bey Zeiten abzu⸗ wenden ſich befliſſen/ und nur auff das Unſichtbare und E⸗ wige gerichtet/ damit ſie ihrem GOtt und Heylandein kindli⸗ chem Behorſum zum Leben und Tode mochte Folge leiſten und gedultigiichin allem ihrem Leyden außhaiten bis ans Ende. Zu welche nihrem Ende je näyer ſie gekommen/ jemehr ſie auch Verlangen darnachbey ſich berſpuͤren laſſen/ undnichts mehr begehret/ als nur bald zu der und uͤber alle maß wich⸗ tigen Herrligkeit zukommen und GOttes Angeſicht zuſchau⸗ en: Wu ſie dann noch wenig Tage vor ihrem Abſchiede ſolches mit Davids Worten zuverſtehen gab/ und zu S0tt hertzlich f um ſeuffßete: Wie der Hirſchſchreyetnach friſchem Waſ⸗ „ ſer/ ſo ſchreyet meine Seele GOtt ʒu dir. Meine Seele durſtet nach G GCT/ nach dem lebendigen STE/ wenn werde ichdahmkommen/ daß ich GSGttes Ingeſicht ſchaue. Es ſchaffet das liebe Creutz unter andern auch die Irucht undden heilſamen Nutzen/ daß wannein frommer Chriſt dadurch muͤrbe und ihm das Leben ſauer gemacht/ er auchdeſtoehe aus der Welt ſichhinaus wünd⸗ ſchet und nachder voll gen Erloͤſung und Befreyung vonallem Ubel deſto mehrſich ſehnet. Iſt aucheine ohnſehlbate wahre Eigenſchafft einer Gotrliebenden Seele/ daß ſie je ehe je lieber zu Gött ʒutoren und deſſen Gegenwart uñ Gemeinſchafft voͤllig zugenieſſenbegehre uñ darnachein ſehnliches Verlangen trage. Was wir dannwol wiſſen/ daß wir zu Gott und unſirm Erlo⸗ ſer Chriſto Jeſu nicht ehe in das Him̃elreich aufgenommen und zuder ewigẽn und übeꝛalle maß wichtigen Herꝛligkeit vollig be⸗ fodert und gebracht werden koͤñien/ als an dem groſſen Tage des Gerichts und der letzten Wiederkunfft unſers Heylandes/ ſo ſollen wir Chriſten ja billig alle ein hertliches Verlangen nach ſolcher ſeiner letzten Erſcheinung und Wiederkunfft,
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