Der leichten Trubſal dieſer Zeit Truͤbſal beladener Chriſtglaͤubiger weiß und bedencket/ ſo er⸗ kennet er auch wol und iſideſſen gewiß/ daß GOtt der himliſche Bater nach ſeiner Weißheit und Gute/ die zu dieſer kurtzen Le⸗ bens⸗Zeit verordnete Trubſulen ſeinen lieben Gläubigen und Kindern nicht umbſonſt/ vielweniger zum Schaden und Nachtheil /ſondern vielmehr zu deren ſonderbarem Nutzen und Beſten beſtimmet und verordnet habe/ wir wiſſen aber/ be⸗ S t kennen alle Glaͤubigemit dem Apoſtel/ daß denen/ die Gott lieben/ alle Ding/ alſo auch ſonderlich die Truͤbſalen/ ʒum beſten dienen. Well daß die Kinder GoOttes wiſſen/ und von Hertzen glaͤuben und ihrem GOtt und Vater zutrauen/
daß der es rechte wol und vaͤterlich mit ihnen meyne/ undauch
durch Truͤbſal ſo viel gutes bey ihnen wircken und ſchaffen wol⸗ le Soruhmen ſie ſich in ihrem Glauben nicht allein der voffnung der zukůnfftigen Herꝛligkeit/ d Gott geben ſol/ ſondern ſie růhmenſich auch der Trůbſal/ dieweil ſie wiſſen/ daß Truͤbſal Gedult bringet/ Ge⸗ dult aber bringet Erfahrung/ 1erfahrung aber brin ⸗ get Hoffnung/ Hoffnung aber laſt nicht Iu Schan⸗ den werden. Wozudae Leyden dieſer Zeit/ die ʒeitli⸗ che Truͤbſal/ ſo GOtt eigeütlich fuͤr ſeine Lieben und From⸗ men verordnet hat/ denſelben dienen und nůtzen ſol und könne/ giebet GOtt gnugzu verſtehen in ſeinem Worte/ undlaͤſt die Ur⸗ ſachen mit furhalien/ warumbauch die Glaͤubigen und From⸗ men der Truͤbſal und vaͤterlichen Zuͤchtigungen allhier nicht entrahten konnen/ ſondern vie faältig bedurffen und hochvon nothenhaben Ob zwar die wieder gebornen glaͤubigen Got⸗ tes⸗Kinder nicht ſind von dieſer Welt/ nnd der Welt eigentlich nicht angehoren/ ſondern ſind Angehorige Chriſti/ ſofindund leben ſiedennoch inder Welt/ ſie haben und tragen nochmit ſich herumb ihr fuͤndliches Fleiſch/ darinn ſomanche orgen
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