Der leichten Trůͤbſal dieſer Zeit nñgiauĩger Heyde wol weiß und damit ſich in Unglůck eßli⸗ cher maſſen troͤſten kan/ wie dann Seneca hat ſagen können? Non diudurat, quod finem habet, was endlich auffhoͤren und ein Ende nehmen muͤſſe/ das koͤnne nicht lange waͤhren oder langwirig genennet werden: Sondern auch und vor nehmlich darumb nennen die Apoſtel ihr und aller Glaͤubigen Leyden und Trůͤbſal in dieſer Zeit ein kurtzes und xleines Leyden/ weil nach der zeitlichen Endſchafftdie nim⸗ mer auffhörende/ unendliche Freude und Herzligkeit darauff ſolgen wird. Unſer Truͤbſal,(ſpricht hier S. Paulus) dieʒeitlich und leicht iſt/ ſchaffet eine ewige und i⸗ ber alle maß wichtige Herꝛiigkeit/ bey denen nemlich/ welche ihre Hertzen und Gedancken nicht auff das ſichtbare und itliche/ ſondern auffdas unſichtbare undewige gerichtet ha⸗ en/ wie wir bald hernacher abſonderlich werden vernehmen. in ſolcher Betrachtungder ewigfolgenden Hernligkeit ſagt der Apoſtel zuvor: Ich haltees dafür/ daß dieſer Seit ey⸗ den nicht wehrt ſey der Herꝛligkeit/ die anuns ſol oß⸗ fenbaret werden. Eben wie auch S. Petrus daßtrau⸗ rig ſeyn in mancherley Anfechtungen nennet einekleine eit trauren/ mit Fuͤrhaltung der lebendigen Hoffnung v 13. 3demuwergnglichen Erbe und der unaußſprech⸗ o lichen und herꝛlichen Freude/ welche ʒubereitet iſt/ daß ſie offenbar werde ʒu der letzten Zeit. Das kan und mag nicht unbillig eine tleine und kurtze Truͤbſal unnd werden/ welche nicht nur mitdieſem kurtzen Lebens⸗Lauff auffhöret/ ſondern worauffauch ein ſo herꝛlicher beſtaͤndiger Wechſel/ und die endliche ewige Freude zu erwarten. Gegen ſothane Freuden volle Ewigkeit und unendliche Herꝛligteit muß ja freylichalles Leyden diſer Zeit/ nicht anders als kurtz und klein/ ja noch kleiner und kuͤrtzer/ ein
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