6 Der leichten Truͤbſal dieſerʒeit ãſe Nochſale ẽiñ ſeder Thriſt mit heilſamnem̃ Jaht qñd Iſt bey Zeiten ſich verſorge/ daß er ſich daran in der Mothmoͤge
sv. u, 4 halten/ alles was ihm widerfaͤhret/ als ein Chriſt zu
leyden und gedultig ʒu ſeyn in gllerley Trubſal. Und darauff werden wir auch von St. Paulo gewieſen in unſerm abgeleſenen Leich⸗Tert/ da er gantz hernich und auff ſchoͤne Art und Weiſe zeiget/ was smitder Creutzlaſt und denen Trüb⸗ ſalen der Glaͤubigen Gotteskinder für eine Beſchaffenheit ha⸗ be/ undwie es GOtt damit ſo gut meyne/ und was fuͤr eine beerau einmalerfolgen ſol. Wann dann unſere elig⸗verſtorbene Frau Doctorinn die ſchwere Creutzlaſtauch zu ihrem Theil gnug empfunden und ſich damit ſchleppen muͤſ⸗ ſen bis anihr Ende/ undunter ſolcher Buͤrde in ihrem lang⸗ wirigen Leyden ſonderlch der verleſenen ſchoͤnen Troſtworie des Apoſtels ſich vielfaͤtig bedienet und daraus erquickenden Troſt geſchoͤpffet/ deßwegen auch dieſelben laͤngſt zu ihrem kuͤnfftigen Leichtext erwehlet und begehret/ daß ſolche bey ihrer Beerdigung erklaͤret werden moͤchten/ wollen wir darnach auchgerne uns richten/ und die Betrachtung des verleſenen fuͤrnehmen und anſtellen in folgenden dreyen
uncten. Zuerſt wollen wir betrachten/ von was vor Trubſal der Apoſtel alhier redeuñ handle/ die erlinſere nñei neðeitliche oder kurtze uñ leichte Tꝛubſal nennet · N. Was auff dieſe kurgze und leichte Trubſal erfol⸗ gen, und wie dieſelbe eine ewige und uber alle
maß wichtige verꝛligkett ſchaffen werde. . Welche Leute eigentlich ſolcher Herꝛligkeit ſich ſollen ʒu getroͤſten haben/ und wie die unter⸗
keſſen allhier ſich beʒeigen und verhalten mſ⸗ en.
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