ewig folgende werꝛligkeit.. findet ſich ſoſches auch bey dem Worie vom̃ Veü der Eiſt⸗ gläubigen/ daß die bey ihrem Glauben an den gecreutzigten Chriſtum nichts gewiſſers als Creutz/ Jammer und Truͤbſal in dieſer Welt ſollen zu erwarten haben/ daruͤber ſpotten die Unglaͤubigen der glaͤubigen Chriſten/ und halten ſie fuͤr Toh⸗ ren und Narren /daß ſie einer ſolchen Lehre beypflichten. Auch die Glaͤubigen ſelbſtſtoſſen ſichofft daran/ wann ſie die Creutz⸗ Laſtempfinben und fuhlen/ Fleiſch und Blut kanesnicht wohl zuſammen bringen/ daß einer ein Kind Gottes/ ein Juͤnger und Angehoriger Chriſt/ ein Erloͤſeter des HErmm ſeyn ſol/ der dochdem Creußz unierworffen/ undmit Jammer/ Noth und Elend beladen werden muͤſſe. Ob zwat die Chriſtenleute in gemein gerne geſtehen und bekennen muͤſſen/ Creutz und Truͤb⸗ ſal ſey bey ihrem Glauben und Chriſtenthum vermacht/ ſoiſt undbleibet ihnen doch ſolches einhartes Wort/ das Wort vom Creutz/ wann es dazukömmt/ daß einjeder ſein Theil davon auff ſichnehmen unddamit beladen ſeyn muß: Da enſtehen albdann auchbey den Frommen manche ſchwere Gedancken/ daß ſich auch die aller froͤmmeſten und groſſeu Heiligen GOt⸗ tes nicht allemal darein ſchicken und ſo bald zufrieden geben konnen. Iſt demngch hoch nothig/ daß nebenſt der Lehre von dem gecreutzigtem Chriſto/ auch das Geheinmiß vom Creutz der Kinder GOttes fleißig betrachtet und recht geſaſſet werde. Was kan einem Chriſtenmenſchen ehe und leichter begegnen/ als Creutz/ Ungluͤckund mancherley Noth? Da gehts man⸗
chem/ daß er mit David klagen muß: Ich bin geplaget vſrnn.
taglich/ und meine Strafft iſt alle Morgen da. DPa⸗
egen muh man ſich dann ſchicken und bereiten/ auchim Wol⸗ ſn⸗ wenn man ſonderlich von Ungluck und Betruͤbniß nochnicht weiß/ daß man GOttes weiſe Ordnung wegen
derCreutz⸗ Laſt feiner Glaͤnbigen weihlich er kenne/ und 6


