14 Die Lehre von der wiedergeburk.
ne aus ihrem Gleich⸗Gewicht in eine beſondere urd gleiche Bewe⸗ gung gebrachte Lufft. Wenn deumach die Lufft allenthalben ih⸗ rem Gewichte nach gleich ſchwer iſt, ſo iſt ſie ohne einige merckliche Bewegung, und alſd auch ohne Wind. Die Urſachen deß Win⸗ des ſind deinnach diejenige Dinge, welche die Lufft aus ihrer Stil⸗ le, oder aus ihrem Gleich⸗Gewicht, dadurch in eine Bewegung ſetzen, daß ſie dieſelbe an einem Ort ſchwerer oder leichter machen, als ſie am andern iſt. Die Ulrſachen davon ſind nun, Die Duͤn⸗ ſte, denn wenn dieſe in einer Wegenn ſo haͤuffig aufſteigen, daß dadurch die Lufft ſchwerer gemacht wudd, als ſie vorher war, ſo kommit ſie gegen die mit ihr im naͤchſten Raum vertnunpffte, aber durch dergieichen Duͤnſte nicht auch veraͤnderte Lufft, in eine merck⸗ liche Bewegung. Wenn hingegen die zu einer Wolcken geſammle⸗ ten Duͤnſte vermoͤge einer Verdickung durch einen Regen wieder herab fallen, alſo daß die Lufft dadurch wieder leichter gemacht wird, als die Lufft deß mit dem ihrigem vernknuͤpfften Raumes, ſo kan ſolches wieder ohne Bewegung nicht abgehen. 6) Die Waͤr⸗ me und Kaͤlte einer Gegend vor der andern. Denn wenn die Waͤr⸗ me die Lufft verduͤnnet und leichter, die Kaͤlte aber ſie verdicket und ſchwerer machet, und ſie bey der Verduͤnnung mehreren, bey der Verdickung aber wenigeren Raum erfordert, ſo muß auch da⸗ her in dem naͤchſin Lufft⸗Raum eine ſtarcke Bewegung entſtehen. Und da die Strahlen der Sonnenofft durch die hoheren Wolcken zu⸗ ruͤck gehalten werden, daß ſie nicht auf die Erde fallen, und daher uͤber derſelben eine Verduͤnnung und Ausbreitung der Lufft ma⸗ chen, ſo entſtehet daher in dem Obern Revier der Atmolpæra ein Wind, oder ſtarcker Umtrieb derer Wolcken, wenn es in dem un⸗ tern gantz oder doch ziemlich ſtille iſt: dagegen bey dem Winde in
dieſem Kevier eine Stille in jenem ſeyn kan. Man ſehe hievon Pf. CXXXV, 7. jer. X, 13. Job. XXXIIX, 24. und Pred. Salom. XI 5. auf welche Worte unſer Heiland ſchei⸗ net geſehen zu haben, ſintemahl daſelbſt bey den Worten vom Winde auch der natuͤrlicher Zeugung gedacht wird, za ee eiſt:


