des HErrn Jſubey der Bekehruntt eines Suͤnders.„
ruck zu bringen. Wie unſer Heyland, als der gute Hirte ſelbſt nnc gar achdrücklich redet Offenb. Joh. III. 20. Siehe/ o Menſch, ich ſtehe zu deinem Beſten alle Stunden und Augen⸗ blick vor der Thuͤr deines erzene⸗ und klopfe an durchs Gewiſſen, durch mein Wort, durch viele Wohlthaten, durch Lei⸗ den und Truͤbſal, und warte mit groſſem Verlangen, daß, ſo je⸗ mand die Thuͤr aufthun wird/ ich hinein gehen/ und mein Abendmal mit ihm halten koͤnne. ind bey dem Propheten Jeſaia Cap. LXV. 2. ſpricht er gar ernſtlich: Ich recke meine aͤnde der Liebe und Allmacht aus den gantzen Tag/ ſo wohl cn fruͤhen Morgen in der erſten Jugend⸗Bluͤthe, als auch am Mittag in denen Juͤnglings⸗und Manns⸗Jahren, und am Abend im hohen Alter biß ans Ende des Lebens, zu einem ungehor⸗ ſamen Volck/ und werde nicht muͤde, meine Seligkeit ihin nach⸗ zutragen, und um Annehmung drrſelben flehentlich zu bitten, wenn es gleich ſeinen gottloſen Gedancken nach wandelt auf ei⸗ nam Wege/ der nicht gut iſt. Und ſo gehet auch dieſe treue Hirten⸗Liebe einem jeden unter uns nach, und reitzet uns, daß wir ſollen verleugnen das ungoͤttliche Weſen und die weltliche Luſten, und uns bekehren von der Finſterniß zum Licht, und von der Ge⸗ walt des Teuffels zu dem lebendigen GOtt. Wohl dem, der ſich nun von ſeinem Hirten finden laͤſſet, damit er ihn auf ſeine Ach⸗ ſel nehmen und zu ſeiner Heerde tragen koͤnne. Das heiſt alſo: Ich will das Verlohrne wiꝛeder ſuchen; ich will das irrte wieder bringen. Oder nach dem Grund⸗Text: munnee ich will das Verirrte wieder zuruͤck fuͤhren. II. Gehoͤret als ein ſehr nothwendiges Stuͤck zu der Ordnung, in welcher man von dem guten Hirten JEſu Chriſto aus ſeinen Irrwegen wieder herbey gebracht, und auf ſeine gute Weide ge⸗ fuͤhret werden will; daß man in dem goͤttlichen Lichte und Er⸗ leuchtung des heiligen Geiſtes den unergruͤndlichen Abgrund des verderbten Hertzens recht erforſchet; ſeine begangene Suͤnden und betrettene Irrwege mit Wngſece Wehmuth und Betrubni vn⸗ 5 pfindet;


