Druckschrift 
Treulosigkeit Der Engelländer, So sie etliche Jahr hero begangen, und hiermit dargethan und erwiesen wird : Benebens einer klärlichen anmerkchung auff die Negotiation deß Herrn Ambassadeurs Dovvningh, wie auch auff die Engelländische Kriegs-Declaration / Auffgesetzt von J.v.H. einem Patrioten deß Vater-Lands ; Auß dem Niederländischen ins Teutsche übersetzt
Einzelbild herunterladen

ee ntng urr

bunt ſ enr rah 2 Marr xnan igae Ddas Sit it jrevrixi vndet mi jeguxenarne atretren un faffateue nc der Jagrif Entl. de phie Kong rece di ſanen Nedthen m Nat eerde Nerideff dej Cr a

moohen dejenze) n) egerhe

aAhnner Wan Krgehwc ehdas Dexunderneger Ann penerercpul

n oumm rind nne

aiches hat ugtide vee Hufen getact jau gand onnderlicn ni nin uaiſe 19

ſchmaͤcken bekommen.

Koͤnigl. Worte und

23. auff ſeiner Seite gehabt/ und/ ſich auff das Gluͤck ſeiner Waffen verlaſſend/ nach noch groͤſſerer Ehr und Ruhm geſtrebet/ in dem Krieg wider die Koͤni⸗ nigin Tomyris umgebracht worden/ und zugleich ſeinen Kopff ſammt der Schlacht verlohren. Der Koͤnig Xerxes, als er Griechenland mit Gewalt bekriegen wollen/ truge in ſeinem Rath drey Urſachen vor; erſtlich/ das Vor⸗ haben ſeines verſtorbenen Vaters gegen daſſelbe; fuͤrs ander/ die Rache we⸗ gen einiger zugefuͤgten Schmach/ und zum dritten/ das Lob und Vermeh⸗ rung ſeines Reichs/ ſo man auß dem Krieg zu erwarten haͤtte/ wie Herodo- tus dieſelbe erzehlet. Plutarchus aber ſagt/ daß die wahre Urſach geweſen ſey/ die wohlſchmeckende Athenienſiſche Feigen/ ſo er einsmals uͤber der Tafel ge⸗ geſſen/ weßwegen er bey den Goͤttern/ und der Aſche ſeines Vaters geſchwo⸗ ren/ daß er nichts Gekochtes mehr eſſen wolle/ biß er dieſes Land einbekom⸗ men haͤtte. Er machte aber die Rechnung vor dem Wirth/ dann ob er wohl mit einer ſo groſſen Anzahl Volck ankommen/ daß man geſagt/ es werde Grie⸗ chenland dieſelhe nicht alle faſſen koͤnnen/ daß die Fuͤſſe dieſes Heers auß⸗ truͤcknen/ die Lufft von ihrem Geſchrey/ und das Meer von ihren Schiffen wuͤrde erfuͤllet werden/ ſo iſt er doch mit genauer Noth/ nach der Salami⸗ niſchen Schlacht in einem kleinem Boͤtgen entkommen. Der maͤchtige Darius kam zwar mit einem Laͤger von acht hundert tau⸗ ſend Mann wider den Lanthinum, weiln dieſer Koͤnig ſeinen Willen nicht erfuͤllen/ und ihm ſeine Tochter geben wolte/ er verlohr aber den Streit mit neuntzig tauſend Mann. Es bezeuget der Roͤmiſche Geſchichtſchreiber Lit. Livius, daß vor dieſem die Gallier/ anietzo die Frantzoſen genandt/ um deß Italiaͤniſchen Weins willen/ Italien haͤtten unter ſich bringen wollen weil ſie nun zu Ergreiffung ihrer Waffen keine anderellrſach gehabt/ ſo haben ſie ihr Blut fuͤr den Wein vertauſchet/ alſo/ daß ſie denſelben nicht einmal zu

Zuſagungen ſolten guͤldene und ſilberne Bleche ſeyn/ die niemals abnehmen/ keines Wegs aber waͤſſerige Wolcken/ die vor⸗ bey fliegen und vergehen. Denckwuͤrdig iſt Kayſer Carl deß V. ſo weißlich als hertzhafft vorgebrachte Rede/ als man ihn verreitzte/ daß er ſeine Zuſa⸗ ge an D. Luthern brechen ſolte/ da er ſagte: Obſchon die Treue und Haltu deß Verſprechens auß der gantzen Welt vertrieben waͤre/ ſo ſolte ſie do bey einem regierenden Fuͤrſten Statt und Platz finden.

Denn wann man mit einem geſunden Urtheil die Engellaͤnder anſie⸗ het/ ſo wird man beſinden/ daß dieſelbige nicht allein ohne einiges kunda- ment, ſondern auch der treuloſeſte Friedens⸗Bruch/ der jemals haͤtte

2515 = 2 1