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Treulosigkeit Der Engelländer, So sie etliche Jahr hero begangen, und hiermit dargethan und erwiesen wird : Benebens einer klärlichen anmerkchung auff die Negotiation deß Herrn Ambassadeurs Dovvningh, wie auch auff die Engelländische Kriegs-Declaration / Auffgesetzt von J.v.H. einem Patrioten deß Vater-Lands ; Auß dem Niederländischen ins Teutsche übersetzt
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22. Die Griechen ſagen: kanie aexννν aan du S⸗; Ein boͤſer Anfan mache ein boͤſes Ende. Pindarus ſagt in ſeinen Verſen: Laſſet ab vom Stra⸗ ten und Kriegen/ ſo nicht von Gottes wegen geſchicht/ dann Gotthat biel mahls zu andern Zeiten erwieſen/ daß er die jenige/ welche auß Ehrſucht/ Geitz/ Betrug/ und andern unrechtmaͤſſigen Urſachen Krieg angefangen ha⸗ ben/ zerſtreuet und zu Schanden gemacht hat. In Gottes Wort ſind der⸗ gleichen Exempel die Menge zu finden Der Koͤnig Joſaphat hat die Wahr⸗ heit deſſen erfahren/ als er ſich unterfing/ wider den Koͤnig in Egypten/ wel⸗ cher ihm einen Frieden angebothen/ unnoͤthiger Weiſe einen Krieg zu fuͤhren/ in welchem er verwundet/ und alſo ſeines Lebens beraubet worden. Chron 35. v. 21. 24.. Dieſes wird auch bewaͤhret an dem Koͤnig Amazia/ welcher/ nachden es ihm wider die Edomiter gegluͤcket/ mit dem Koͤnig in Iſrael einen unnz⸗ thigen Krieg anzufangen begehrte/ maſſen dann auch geſchehen/ wiewohl mit einem gantz andern Außgang/ als er ſich eingebildet hatte/ dann das Laͤger e⸗ rieth in die Flucht/ Jeruſalem wurde uͤberwaͤltiget/ und der Koͤnig gefangen genommen/ Siehe 2. Reg. 14. Man ſehe auch den Außſchlag der Zuruͤſtung deß Sennacheribs 2. Reg. 19. 35. Wie auch der Ephramiter/ ſo ſich wider ihre Bruͤder aufwurffen; Und uͤber dieſe noch mehr andere in Gottes Wott Die Koͤnigin Semiramis/ damit ſie einen ewigen Namen an alen Orten ihres Reichs außbreiten moͤchte/ ſieng einen Krieg wider den Staun⸗ bates/ Koͤnig in Indien an; Das Gluͤck aber ihrer vorigen Siege veran⸗ derte ſich/ dann ſie wurde verwundet/ und ihr gantzes Laͤger/ wiewohl daſſelbe in dreymal hundert tauſend Fußknechten/ und funffzig tauſend Reuternhe⸗ ſtunde/ in die Flucht geſchlagen/ nach dem Zeugnuͤß Curt. lib. 7. Ebendie⸗ ſes begegnete auch dem Croͤſo/ der Lydier Koͤnig/ welcher/ weil ihm die Ruhe zuwider war/ und ſich auff ſeinen Reichthum und Macht verließ/ bene⸗ benſt auch wegen der anwachſenden Herrſchafft deß Cyri(wie Herodotus erzehlet) eyferte/ und(wie Tenophon bezeuget) und begierig war/ den Aſſ⸗ riern wider Cyrum zu Huͤlff zu kommen/ einen Krieg ohne Urſach geſucht; Wie elendiglich aber er ſich durch das Oraculum betrogen gefunden/ welches geſagt; Crœſus Halym penetrans magnam pervertet opum vim;(Want Croͤſus uͤber den Fluß Halym kommen wird/ wird er groſſes Geld

und Gut umbkehren.) Solches hat die ungluͤckliche Niederlag gelehret/

welche ihn biß auff den Scheiter⸗Hauffen gebracht/ auff welchem er haͤtt

verbrandt werden ſollen/ wann er nicht wunderlich vom Cyro davon elluͤſtt

worden waͤre; welcher aber ebenmaͤſſig/ weil er in dieſem Krieg das uf au

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