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Treulosigkeit Der Engelländer, So sie etliche Jahr hero begangen, und hiermit dargethan und erwiesen wird : Benebens einer klärlichen anmerkchung auff die Negotiation deß Herrn Ambassadeurs Dovvningh, wie auch auff die Engelländische Kriegs-Declaration / Auffgesetzt von J.v.H. einem Patrioten deß Vater-Lands ; Auß dem Niederländischen ins Teutsche übersetzt
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nen erdacht werden. GOkt iſt gerecht in ſeinen Gerichten/ und wie er i Bunds⸗Bruͤche ſtraffe/ haben wir ein Exempel an Sennacherib/ wel e 4 nachdem er nach Empfang 300. Talent Golds dem Koͤnig Hißkias Freh⸗ und Ruhe zugeſagt hatte/ jedoch als ein meineydiger und kreuloſer Bunds brecher wider Jeruſalem gezogen/ aber mit Schanden wieder davon gemuſ. Der Koͤnig Zedekias/ da er die Buͤndnuͤß mit dem Heidn ſchen Koͤnigzu Babel gebrochen/ bekame zum Lohn/ daß ſeine Augen außgeſtochen/ ſeine Soͤhne vor ſeinen Augen getoͤdtet/ und er ſelbſt nach Babel gefaͤnglich weg⸗ geſchleppet worden. Siehe 2. Reg. 25. 8

Nicht weniger denckwuͤrdig iſt das Exempel Koͤnigs llladislai in Un⸗ garn/ in Brechung ſeiner zehenjaͤhrigen Buͤndnuͤß/ die ermit dem Tuͤrcki⸗ ſchen Kayſer Amurath gemacht hatte/ auß Anſtifften Pabſts Bugenii deß III. und durch ſeinen Werckzeug/ den Cardinal Julianum, welcher lladis⸗ laum von ſeinem End loß zahlete. So bald aber die Laͤger im Felde erſchie⸗ nen/ und Amurath das Banier deß gecreutzigten Chriſti erſehen/ zohe er den beeydigten Bunds⸗Brieff auß ſeinem Buſen/ und ruffte: O du gecreutzigter Chriſte/ ſiehe an dein treuloſes Volck/ welches ſeinen Eyd ohne meine Per⸗ ſehrung der Treue bricht und mich ohne Urſach bekrieget; wann du GOtt biſt/ ſo mache/ daß daſſelbe wegen ſeines Meyneyds geſtrafft werde.

Hierauff gienge der Streit an/ Uladislaus ward verwundet und ge⸗ toͤdtet/ ihme der Kopff abgehauen/ und auff einem Spieß zur Schauge⸗

tragen/ der Cardinal Julianus erſtickte in ſeiner Flucht in einem Moraft/

und das gantze Laͤger ward zertrennet.

Wer wolte dann nicht einen klaͤglichen Außgang einer ſo unverant⸗ wortlichen Urſach erwarten/ als nur der/ welcher nicht weiß/ daß eine gu⸗ te Sache allzeit die Oberhand behaͤlt/ und daß GOtt die Seinigen zerſtteu⸗ et/ welche Luſt zu Kriegen haben/ nach der Bedrohung/ welche David thut im 68. Pſalm. Dieſes aber gibt uns einen Troſt und Muth mitten unter

allen unſern mannigfaltigen Feinden/ und wider die jenige/ welche uns zu verſchlingen/ und ihren Soldaten zum Raub und Woluſt zu uͤbergeben gedencken.

)(o.

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