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Treulosigkeit Der Engelländer, So sie etliche Jahr hero begangen, und hiermit dargethan und erwiesen wird : Benebens einer klärlichen anmerkchung auff die Negotiation deß Herrn Ambassadeurs Dovvningh, wie auch auff die Engelländische Kriegs-Declaration / Auffgesetzt von J.v.H. einem Patrioten deß Vater-Lands ; Auß dem Niederländischen ins Teutsche übersetzt
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b 9. Derowegen wil ich ſagen/ daß mit Exempeln erwieſen werden koͤnte/

daß man nimmermehr in einer offentlichen Ruptur/ wil nicht ſagen in ei⸗

nem voͤlligem Frieden/ boßhafftiger haͤtte verfahren koͤnnen/ ſondern im Ge⸗ gentheil/ daß die Ambaſſadeurs/ nachdem(wie der mehrgemeldte Dow⸗ ningh ſagte) ihr Character erloſchen/ dannoch die unter Handen habende Negotiation vollzogen haben/ zu einem augenſcheinlichen Zeichen/ daß es eytel Betrug geweſt ſeye: Es hat aber damit eben eine ſolche Beſchaffen⸗ heit/ wie man in der H. Schrifft von dem Syriſchen Koͤnig Benhadad lie⸗ fet/ welcher/ als er den Koͤnig in Iſrael bekriegen wollen/ und keine Urſach hierzu wuſte/ auß einem trutzigen Gemuͤth Bothen zu Achab geſendet/ und ihm ſagen laſſen: So ſagt Benhadad/ dein Silber und Gold/ deine

Weiber und Kinder ſind mein. Achab/ welcher dafuͤr hielte/ daß er al lein die Souverainitaͤt prætendirte/ bewilligte ſolches Benhadad/ welcher durch dieſe verzagte Antwort hochmuͤthiger worden/ that ihm zum andern mahl zu wiſſen: Morgen wil ich meine Knechte in dein Hauß ſen⸗ den/ welche nicht allein das gegebene Gold/ ſondern auch was

ihnen gefaͤllt/ vor deinen Augen wegnehmen ſollen; Achab berath⸗

ſchlagte ſich hieruͤber/ und ſchlug Benhadad ſein Begehren ab/ uͤberwand

denſelben auch endlich im Streit. 1. Reg. 20.

Eben alſo iſt es mit Engelland auch bewandt/ dann wann gleich Ihr. Hoch⸗Moͤg. alles bewilliget haͤtten/ was der Koͤnig von ihnen gefordert/ ſo wuͤrde es doch ein Ding geweſt ſeyn/ weil er ſchon/ ehe er ſeinen Ambaſſa⸗ deur anhero geſandt/ bey ſich beſchloſſen gehabt/ uns zu bekriegen; Daß er aber denſelben hieher geſchickt/ geſchahe allein darum/ der Welt einigen Schein der Rechtmaͤſſigkeit ſeiner verdeckten Untreu zu geben/ oder zum wenigſten einen Prætext zu ſuchen/ damit er uns den Krieg ankuͤndigen moͤchte/ da doch im Gegentheil ihme in obgedachter Antwort von Ihr. Hoch⸗Moͤg. alle Vergnuͤgung verſprochen worden. Es konte ihm nicht un⸗ bewuſt ſeyn/ daß alle Printzen und Koͤnige ſeines Ambaſſadeurs Proceduren nicht billichen wuͤrden; Daß er aber dieſelbe gut geheiſſen und gebillichet ha⸗

be/ erſcheinet auß der Verhafftung und wieder⸗Erlaſſung deß Herrn Dow⸗

ninghs/ da ſonſten dieſer Ambaſſad eur am Leibe haͤtte geſtrafft werden ſollen.

Derowegen muͤſſen wir auff die Rechtmaͤſſigkeit unſerer Sach das Mittel/

welches GOtt und die Natur uns verliehen hat/ zu Handen nehmen/ und

allen denen/ welche mit dergleichen Kriegs⸗Ankuͤndigungen uns unſere

Freyheit zu nehmen ſuchen/ den Kopff bieten.

Was die Anwort deß Koͤnigs auff obgedachte Ihr. Hoch⸗Moͤg. ihre B belangt/