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Geistliche und Liebliche Lieder, Welche der Geist des Glaubens durch Doct. Martin Luthern, Johann Hermann, Paul Gerhard, und andere seine Werckzeuge, in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen ... bekannt, ... gedrucket und eingeführet worden : Nebst einigen Gebeten und einer Vorrede von Johann Porst
Entstehung
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Fuͤr die Einſetzung des Abendm. 39

pfinden deine Guͤte Spei⸗ ſe meine Seele mit dei⸗ nem Leibe, und traͤncke ſie mit deinem Blute, damit ſie weder hungern noch duͤrſten moͤge in Ewig⸗ keit, zu deines heiligen Namens Ehre, und mei⸗ ner ewigen Seeligkeit, Amen.

Danckſagung fuͤr die Einſetzung und Stiftung des Heili⸗ gen Abend mahls, nebſt Anrufung um wuͤrdige Bereitung und heilſamen Ge⸗ brauch.

Ac du holdſeliger, lleb⸗ reicher, guͤtiger und freundlicher HErr JEſu Chriſte! welch eine groſſe Liebe haſt du uns durch die Stiftung des 1 Abendmahls erzeiget, daß du uns mit beinem heili⸗ und Blut ſpeiſeſt und traͤnckeſt! Was kann

troͤſtlichers geſagt werden,

denn dies Wort: Wer mein Fleiſch iſſet, und mein Blut trincket, der bleibet in mir und ich in

bm? Was iz doch kröſt

lichers, denn in Chriſto bleiben? Was iſt freund⸗ lichers, denn daß du in uns bleibeſt? Wenn wir in

dir, und du in uns blei⸗

beſt, was kann uns Tod und Teufel ſchaden? In

dir ſind wir ja ſicher vor

allem Ungluͤck. Ach! mein Gott und HErr, was bin ich, daß du mir dich glebſ

zur Speiſe und Tran ck! Ich bin Erde und Aſche, ein ſtinckend Gefaͤß, und du legſt einen ſo edlen Schatz in mir, daran, er⸗ kenne ich deine groſſe Lie⸗ be, weil du mir ein ſo groſſes Pfand der Liebe N daß ja nicht groͤſſer eyn kann im Himmel und auf Erden. Das Pfand des Geiſtes haſt du mir zwar gegeben, daran ich erkenne daß ich ein Kind Gottes bin; Aber im Abendmahl giebeſt du mir das Pfand deines Leibes und Blutes daran erkenne ich, daß dn mein Bruder biſt, mein Fleiſch und Blut. Welch einen herrlichen und groe ſen 3 meiner Erloͤ. ſung giebſt du mir im hei⸗ ligen Abendmahl! Naͤm⸗ lich dein Blut, welches auf Erden zeuget von un⸗ ſerer Erloͤſun g: Denn ob wohl der heilige Geiſt auch ein Zeuge iſt in un?

ſern Herten, ſo haf dun doch auch uns einen auſ⸗ ſerlichen Zeugen und Sie⸗

gel geben wollen unſerer Erlöͤſung, nämlich dein

Blut, welches auch jeuget

und rufet in unſern Her⸗ zen, dadurch haſt du wol⸗ len zu Huͤlfe kommen un⸗ ſerm ſchwachen Glauben. Denn ob uns wohl dein Wort kraͤftiglich im Glau- ben ſtaͤrcket, ſo wird doch der Troſt kraͤftiger, wenn wir dis Wort boͤren: Das iſt mein Leib: fuͤr euch gegeben: Das iſt mein

Blüt; welches fuͤr euch

vergoſſen iſt, zur Verge⸗ bung