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Anhang geiſtlicher Lieder.
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Anhang geiſtlicher Lieder.
911. M. Singen wir aus Hertzens⸗ Grund.
bermahl iſt eins da: hin von der Zei⸗ ten Anbeginn,
abermahl iſt dieſes Jahr, wie wir ſelber wandelbar, iſt es nunmehr alt unden kalt, hoͤret wie die Zei⸗ tung bald von dem neuen Jahr erſchallt.
2. Gott ſey Lob! daß abermahl eins dahin iſt von der Zahl unſrer Jahre, die wir ſehn ſchneller als der Rauch vergehn, daß von unſer Pilgrimſchaft aber eins iſt weggeraft, durch ſo ſchneller Zeiten Kraft.
3. HErr, wie groß iſtſ! deine Guͤt, ach! wie fromm — dein Gemuͤth! Haſt du
doch zu Tag und Nacht dieſes Jahr an uns ge⸗ dacht, da wir doch nur Staub und Koth, nichts verdienen als den Tod, ja ſo gar der Hollen Noth.
4. HErr, dein Nacht⸗ mahl, Tauff und Wort, haſt du noch an unſerm Ort rein behalten und da⸗ zu den gewuͤnſchten A und Ruh uns ſo mildiglich beſchert, ja was unſer Hertz begehrt, haſt du reich⸗ lich uns gewaͤhrt.
5. Billig ſagen wir dir Danck 1110 die Kleidung, Speis und Tranck, fuͤr Geſundheit, Ehr und Gut,
Lob ſey dir, daß auch die
Glut, noch das Waſſer, noch der Wind, uns, dle wir ſo ſtraͤflich ſind, 1010
verderbt ſo gar geſchwind.
6. Zwar du haſt uns laſ⸗ ſen ſehn, was den Suͤn⸗ dern muß geſchehen; aber deine Guͤt und Treu war
och alle Morgen neu. Ach! regler uns Hertz und Sinn, daß wir jetzt zum Anbeginn alle Bosheit
legen hin.
7. Gute Nacht! vergan⸗ nes Jahr, ſam̃t der Truͤbſal und Gefahr: Gute Nacht du Suͤnden⸗Kleid! decke mich, o Froͤmigkeit! Guͤſ⸗ ſer JEſu! fuͤhre mich zu dem neuen gnaͤdiglich, daß ich lieb und lobe dich.
912. In eigener Mel. As Gott! thu dich er⸗
barmen durch Chri⸗
ſtum, deinen Sohn, uͤb'r Reich hilf, daß wir Buſſe thun, und ſich ein jed'r erkennen thut. Ich fürcht, Gott
hat gebunden ein Ruth;
Er will uns damit ſtra⸗ fen, den Hirten mit den Schaafen, es ſoll ihm kei⸗ n'r entlaufen. 1
2. Gott hat uns lang gerufen durch ſeine treue Knecht, unſ'r Ohr'n ſind
ab'r nicht offen, darum
geſchicht uns recht; ſein'
Straf haben wir jetzt in
dem Land/ ich fͤrcht, ihr? find
und uͤber Armen,


