10 100 Jauchtzen wenden, ate dieſe unzerſtoͤrte Freud ſoll
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Vom ewigen Leben.
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der Hiſmel hegt, als man⸗ ches Laub das Erdreich traͤgt, und Vogel ſich ver⸗ mehren, ſie bleibet ewig unverletzt, kein End und % Ziel wird ihr geſetzt.
6. Nun aber wenn du im⸗ merdar viel hundert tau⸗
10 ſend tauſend Jahr in ſolcher Luſt geſtanden, und ſammt
den Engeln ſolcherßriſt mit 1 1 70 und Wonn ergoͤtzet
iſt, iſt doch kein Schluß
vorhanden: die Zeit, die
niemand zahlen kann, die
„ faͤnget ſtets von neuen an. 7. Sucht einer gleich
bier in der Welt Erzotzung
in ſein'm Gut und Geld, es iſt vergaͤnglich Weſen: Kein' Freud iſt etz, nur levter Muͤh, und ſlete Sorge macht es fruͤh, ja das, was er erleſen, bringt ihm auf jedem Glocken Schlag, Angſt, Kummer, herbes Ungemach.
8. Ach! was iſt das? es wird der Schein der ew gen Luft nicht irrdiſch ſeyn, und mit der Zeit ſich enden, es wird ſich der Erwaͤhlten Schaar in Lieb und Friede immerdar mit gros un
waͤhren bis in Ewigkeit. 9. Ach Gott! barmher⸗
tzig und gerecht, wie loh⸗
neſt du die Fromen Knecht
% mit triumphirnder Wonne Aa auf kurtzes Leiden dieſer 14 Welt; haſt du ſo lange
Freud beſtellt, komm nur, Gnaden Sonne! Nun
1 merck auf dis, s Menſchen⸗
Kind, ſey fromm es kommt der Tod geſchwind.
10. Die irrd'ſche Luſt iſt voller Tuͤck, und kann doch kaum einen Augenblick und laͤnger nicht ergoͤtzen, flieg ſolche Luͤſt nur alle it, hier kann man ja in Ewig⸗ keit die Seel in Freuden ſetzen, ein ſchoͤner Tauſch, recht wohl gewagt, der uns in Ewigkeit behagt.
11. So lang ein Gott im Himmel lebt, der uͤber alle Wolcken ſchwebt, wird dieſes Jauchtzen waͤhren, kein ſcharfe Kalt noch blaſſe Hitz, kein Angſt, kein Feuer oder Blitz wird dieſe Ruh verheeren: ſie bleibet un⸗
verruͤckt allein, ſo lange
Gott ein Gott wird ſeyn. 12. Die Freude bleibet immerdar, als anfangs ſie beſchaffen war, ſie kann ſich nicht vermindern, da iſt kein Arbeit, ſondern Ruh, und nimmt an Froͤlſchkeit ſtets zu bey jenen froſſten Kindern, ſo folget auf die Tbraͤnen⸗Saat die Freu⸗ den⸗Erndte in der That. 13 Wach auf! betruͤb⸗ ter Menſch, vom Schlaf, ermuntre dich, verlaßnes Schaaf, denck an das Freu⸗ den Leben, wach auf] es kommt die ſchoͤne Zeit, es kommt die frohe Ewigkeit, die JEſus dir wird geben, wer weiß, ob er nicht kom⸗ men mag, komm heut er⸗ wuͤnſchter Freuden Tag. 14. Die Luſt iſt Laſt in dieſer Welt, die nur den Ueppigen gefällt, derßrom⸗ me wird ſich huͤcen, laß ja doch keine Sicherheit dir deine Hertzens Froͤlichkeit durch Erden Laſt verbie⸗ Kk ten,


