16 Von der Zukunft Chriſti ins gleiſch.
ſegneter des HErrn? Laß dir bey mir einzugehen, wohlgefallen, du mein Stern: Du mein JeEſu, meine Freud, Helfer in der rechten Zeit! hilf, o Heiland, meinem Herzen
von den Wunden, die mich
ſchmerzen. 2. Meine Wunden ſind der Jammer, welchen oft⸗ mals Tag und Nacht des Geſetzes ſtarker Hammer mir mit ſeinem Schrecken macht. O der ſchweren Donner⸗ Stimm! die mir Gottes Zorn und Grimm alſo tief ins Herze ſchlaͤget, daß ſich all mein Blut beweget. „Dazu kommt des Teufels Luͤgen, der mir alle Guad abſagt, als muͤſt ich
nun ewig liegen in der. alles ſetzet, was dir vor zu⸗
Hoͤllen, die ihn plagt: Ja auch, was noch aͤrger iſt, ſo zermartert und zerfrißt mich mein eigenes Gewiſ⸗ ſen mit vergiften Schlan⸗ gen⸗Biſſen.
4. Will ich denn mein Elend lindern, und erleich⸗ tern meine Noth, bey der Welt und ihren Kindern, fall ich vollends in den Koth: da iſt Troſt, der mich betruͤbt, Freude, die mein Ungluͤck liebt, Helfer, die mir Herzleid machen, gute Freunde, die mein lachen.
5. In der Welt iſt alles
nichtig, nichts iſt, das nicht
kraftlos waͤr Hab ich Ho⸗ heit, die iſt fluͤchtig! Hab ich Reichthum, was ißs mehr, als ein Stücklein armer Exd? Hab ich Luſt, was iſt ſie werth? Was
iſt, das mich heut erfreue,
das mich morgen nicht ge⸗ reuet?
6. Aller Troſt und alle Freude ruht in dir, Hen Jeſu Chriſt! dein Erfreuen iſt die Weide, da man ſich recht froͤlich ißt. Leucht mir, o Freuden⸗Licht eh mir das Herze bricht; laß mich, HeErr, an dir en guicken! Jeſu, komm, laß dich erblicken.
2. Freu dich, Herz, di biſt erhoͤret, jetzo komm und zeucht er ein, ſeiſ Gang iſt zu dir gekehret, heiß ihn nur willkommen ſeyn, und bereite dich Ihn
zu, gib dich ganz zu ſeinel
Ruh, oͤffne dein Gemüth und Seele, klag ihm, wat dich druͤck und quaͤle.
8. Stehſt du, wie ſich
wider ſtund, hoͤrſt du, wie Er dich ergoͤtzet mit dem Zuckerſuͤſſen Mund! Ey! wie laͤßt der große Drach all ſein Thun und Toben nach, er muß aus dem Vor, theil ziehen, und in ſeinem Abgrund fliehen. 9. Nun du haſt ein ſuͤſſes Leben, alles, was du will,
iſt dein: Chriſtus, der ſich legt ſein!
dir ergeben, ſein Reichthum bey dir ein,
Seine Guad iſt deine Kron
und du biſt ſein Stuhl und Thron. Er hat dich in ſich geſchloſſen, nennt dich ſei⸗ nen Hausgevoſſen.
10. Seines Himmels
guͤldne Decke ſpannt Et
um dich rings herum, daß dich fort nicht mehr er ſchrecke deines Feindes un
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