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Vorrede.
tiger Engel. Ja, in ſolchem rechten Singen, iſt
der Anfang des Himmels auf Erden, ein wahrer Vorſchmack der ewigen Freude. Wie Hr. Dv. Muͤller am angezogenen Orte weiter meldet, auch Herr Doct. Luͤtkemann in der Harfe von zehen Saiten p. 562. bezeuget.„Unter ſolchem
n Singen, ſagt Herr D. Carpzow T. I. Leichen⸗
Predigt pag. 542. werden die Glaͤubigen wahr⸗ haftig in den Himmel entzuͤckt, daß ihnen anders nicht iſt, als ob ſie unter den heiligen Engeln waren, und mit ihnen ihren GOTT lobeten. Da wird das Hertz voll Heiligen Geiſtes, und 8 eine rechte Himmelsluſt und Freude., Ach, ſolte nicht um ſolches unausſprechlichen Na ⸗
. tzens willen ſolch Singen und Lob Gottes, ſo lang ein Odem in uns iſt, geuͤbet werden?
Aus dieſer angezeigten, an ſich unſtreitigen Chriſten⸗Pflicht und Nutzbarkeit des rechten Singens, ffieſſet von ſelbſten, daß jeder Glaͤubi⸗ ger, ſo viel er kan, willig beyzutragen habe, was ſolche Pflicht auszuuben und ſolchen ſeligen Nutzen zu erlangen dienlich iſt. 6
Wann nun ſolches vornehmlich dadurch mit goͤttlicher Huͤlfe geſchehen kan, wenn gute Ge- ſangbuͤcher, darinnen man rechte geiſtliche Lieder finden kan, angeſchaffet werden; ſo iſt allerdings noͤthig, daß man denen dach fe Gemeinden, ſolche zu erlangen, behuͤlflich ſey, zumal, da die Lieder ein Stuͤck unſers Chriſtli⸗
chen Bekenntniſſes und offentlichen Gottesdienſtes g
find; Daher es allerdings auch in die Sorge eines treuen Lehrers laͤuſt, daß ſolche Lieder in den Kirchen und in Haͤuſern geſungen werden, die dem goͤttlichen Worte gemaͤß und fein deut⸗ lich ſind: wie 5 D. Balduinus I. e, ſehr wohl erinnert; So ſind ſonderlich Chriſtliche Lehrer darauf bedacht ihre Zuhoͤrer mit ſolchen 8


