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Geistliche und Liebliche Lieder, Welche der Geist des Glaubens durch Doct. Martin Luthern, Johann Hermann, Paul Gerhard, und andere seine Werckzeuge, in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen ... bekannt, ... gedrucket und eingeführet worden : Nebst einigen Gebeten und einer Vorrede von Johann Porst
Entstehung
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Vorrede. ſangbuͤchern zu verſorgen Hierinnen haben wir

an dem ſeligen Lutherb ſelbſten einen guten Vor⸗ gaͤnger. Wie er es weitlaͤuftig Tom. II. p. 7751.

und Tom. VIII. pag. 587. a. auch Lom. III. Alt. pag. 467. U. f. vorgeſtellet. Denn als

zu ſeiner Zeit, dieweil faſt alles in latein ſcher

Sprache geſungen ward, die wenigſten mitſin,

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gen konten, oder ob ſie gleich mit eintoͤneten, dennoch nichts davon verſtunden, ſo dichtete

er ſelbſt geiſtliche Lieder in Teutſcher Sprache,

und ließ ein Geſangbuch von Teutſchen Liedern

drucken. Wir wollen ihn ſelbſt davon hoͤren: Daß geiſtliche Lieder ſingen, ſpricht er, gut, und Gott angenehm ſey, achte ich, ſey keinem Chriſten verborgen, dieweil jeder⸗

mann nicht allein das Exempel der Pro⸗

pheten und Koͤnige im Alten Teſtament (die mit Singen und Dichten und allerley Saiten ſpiel GOtt gelobet haben,) vor ſich hat, ſon⸗ dern auch ſolcher Brauch ſonderlich mit Pſalmen gemeiner Chriſtenheit von An⸗

fang kund iſt, in 1 Corinth. 14, 16. eingeſetzet,

und Tol. 3, 16: geboten iſt. Demnach habe ich auch ſamt etlichen andern zum guten Anfange, und Urſach zu geben denen, die es beſſer vermoͤgen, etliche geiſtliche CLie⸗ der zuſammen bracht, das heilige Evan⸗ gelium, ſo itzt von Gottes Gnade wie⸗ der aufgegangen iſt, zu treiben und in

Schwang zu bringen, damit wir auch uns

moͤgen ruͤhmen, wie Moſes in ſeinem Ge⸗ ſange, Exod. 15,1. 2. daß Chriſtus unſer Lob und Geſang ſey, und nichts wiſſen ſollen zu ſingen noch ʒu ſagen, denn Jeſum Chri⸗ ſtum unſern Zeiland, wie Paulus ſagt, Corinth. 2, 2. Bitte derhalben ein jeglicher frommer Chriſt wolle ihm ſolches gefal⸗ len laſſen, und wo ihm Gott mehr oder dergleichen verleihet, fordern helfen. Tom. II. p. 75 1. a. b. Die Chriſten, ſagt er,

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