Teil eines Werkes 
[2] (1661) Under Theil
Entstehung
Seite
519
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die Seligkeit nicht verdienen. 519

IIl. Originem æternæ ſalutis: Den Urſprung der ewigen Seligkeit: Dabey wir in acht nehmen muͤſſen: 1. Subjectum: Wovon alhie geredet werde/ nemlich vom ewigen Leben; Dadurch wird verſtanden der Zuſtand der jenigen ſo ewig ſelig werden/ und wird genant em ewiges Leben: a. Abſolutè: Bloß dahin; Weilen deſſelben Lebens kein Ende

ſeyn wird: Dann daſelbſt ſol Freude die Fuͤlle ſeyn und lieblich Weſen zu der Rechten Gottes ewiglich. Pſalm. 16. v. 11. Ihr Hertze ſol ewiglich le⸗ ben Pſ.2. v 27. Die Gerechten ſollen gehen in das ewige Leben. Matth. 25.v. 46. Sie ſollen nimmermehr ſterben. Joh. 11. v. 26. Sie ſollen ein Hauß haben/ das ewig iſt im Himmel. 2. Cor. /. v. t. Einen ewigen Troſt ſollen ſie haben. 2 Theſt ³ v. 16. Sie ſollen das ewige Erbe empfahen. Heb. 9. v. 15. Welches daher wird genant ein unvergaͤngliches Erbe... Pet. 1. v. 4. Es war eine groſſe Erbſchafft da Keyſer Philips Tochter

Zeil. ma-

Keyſer Otten deß 1V. Gemahln ſeine Erbin von hundert feſter Staͤdte/ nual 2 und dreyhundert und funfftzig Schloͤſſern geworden: Philppus Koͤnig bahelß. in Franck⸗Reich/ hat loanni Brenno emnem vertriebenen Koͤnig von Zwing⸗ Jeruſalem/ in ſeinem Teſtament viertzigmal tauſend Pfund Silbers Vol.z.

vermachet. Aber wo ſeyn dieſe Erbſchaften gebliebẽe Sie ſeyn zerſtreuet/ pag. 625. zerſteubert/ und zerſchmeitzet/ daß der dritte Erbe wenig davon genoſſen Aber dieſe iſt eine ewige und unvergaͤngliche Erbſchafft: 3 6. Relaté: Daß damit auff etwas anders geſehen wird; Und zwar/theils/ auf das natuͤrliche Leben/ von welchem auch die Gottſelige herliche Verh⸗iſſung haben: Daß ſie ſollen lange lebẽ auff Erden. Erod. 20.v. 12. Daß ſie ſollen Gott fuͤrchten/ und halten ſeine Rechtund Ge⸗ botte/ mit jhren Kindern und Kindes Kindernſalle jhre Lebtage/ auff daß ſie lange leben. Oeut. 6. v. 2. Da iſt der HErꝛ jhres Lebens Krafft. Pſal. 27. v. 2. Vnd ſaͤttiget ſie mit langem Leden. Pſalm 91. v. 16. Aber endlich macht der Todt deſſelben auch ein Ende: Theils/ auff das geiſtliche Le⸗ ben] welches auch eine zeitliche Seligkeit hat/ und deßwegen recht buß⸗ fertige Hertzen wegen Vergebung ihrer Suͤnden ſelig geprieſen werden. Pſal. 32. v. 2. Rom. 4 v. 6. Aber dieſelbe Seligkeit kan auch wegen folgender vorſetzlicher Suͤnde verlohren werden; Dann wo ſich der Ge⸗ rechte kehret von ſeiner Gerechtigkeit/ und thur Boͤſes/ und lebet nach 25 uu 11