Teil eines Werkes 
[2] (1661) Under Theil
Entstehung
Seite
14
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14 Wie die Anklag deß Gewiſſens. a. Malleus infigens: Ein Hammer ſo etwas einſchlaͤgt: Mi⸗ dem Hammer ſchlaͤget man Naͤgel und andere Sachen ein: Wie der fluͤchtige Siſſera bey der Jael einkehrete und Schutz bey jhr ſuchete/ und ſich zur Ruhe legte/ nahm ſie einen Nagel und Hammer in jhre

Hand/ und gieng leiſe zu ihm hienein/ und ſehlug den Nagel durch ſei⸗ nen Schlaf/ daß er ſtarb. Jud 4. v. 20. leq. Alſo thut das Geſetze auch/ es ſchlaͤget den Nagel deß boͤſen Gewiſſens in unſer Hertze/ daß wir dem Tode naͤher als dem Leben ſeyn: Dann es machet eine unertraͤgliche Pein/ verklaget/ uͤberzeuget/ und verdam̃et ſich ſelber und ſchonet keines Menſchen/ auch keiner Koͤniglichen Perſon/ und fodert dieſelbẽ fuͤr das Cammer⸗Gericht unter der lincken Bruſt/ und muͤſſen auch wider /hren Wuůllen daſelbſt erſcheinẽ: Da iſt dann Reu und Leid auf dem Fuß dabey.

G. Malleus conterens: Ein zuſchlagender Hammer; Gleich wie man mit einem Hammer auch ſehr harte Dinge zu Stuͤcken ſchla⸗ gen kan: Alſo kan auch der Hammer deß Geſetzes die harten Angeſich⸗ ter/ Nacken und Hertzen zuſchlagen. Da gibtes zubrochene Hertzen/ und zuſchlagene Gemuͤther/ bey welchen Gott naheiſt. Pſal. 34. v. 9. Ein ſolches geaͤngſtes und zuſchlagen Hertz(welches Gottes Gnade Gäthanmte und Chriſti Verdienſt dabey ſuchet) wil Gott nicht verachten. Pſ. ä. ha

v. 19. Da ſchlaͤget Gott offt/ wie man einen Feind ſchluge. Jer. 30. v.. it huharu Aber zu dem Ende/ daß er bey jihnen wohne/ und erquicke den Geiſt/ d e Hnde Gedemuͤtigten/ und das Hertze der Zuſchlagenen. Eſa. 7. v. x. Die er alſo zuſchlaͤget/ die wil er auch verbinden. Hoſe. 5. v. x. Der barmher⸗ tige Gott gebe uns ſeine Gnade/ daß/ wann wir den Hammer deß Ge⸗

ſetzes fuͤhlen/ unſere Hertzen moͤgen erweichen/ und hie zeitlich zu ſeiner

Gnade/ und hernach zur ewigen Seligkeit bereiten laſſen/ umb Jeſu jirhde Chriſti willen/ Amen/ Amen. Raxaade

Diedritte Predigt. ſtentzc DE CONTRITIONIS CAVSA INTRVMENTALI SE- CINDA, Ql CONSCIENTIE ACCUSATIO.

Wie Gott der HERR durch Anklag unſers Gewiſſens/ wahre Reu und Leiduͤber unſer Sunde/ bey uns wircke.

Sap. 17. V. 10. b Daß einer ſo verzagt iſt/ das machet ſeine ei⸗ b gene