über den taz. Pfalim. 5,8 an Diener und Knecht biſt: dann da empfaͤheſt du ja die Verſi⸗
cherung der Vergebungdeiner Suͤnden/ Gerechtigkeit und Se⸗ lgkeit. Wann du dem Nechſten die Wercke der Liebe be⸗ weiſeſt/ die Hungerigen ſpeiſeſt/ die Durſtigen traͤnckeſt/ die Nackenden bekleideſt die Krancken beſucheſt/ ſo haſi zwar
du und dein Nechſter Nutz davon’ nicht aber/ eigentlich davon zu eden/ dein HERR CHriſius der gleichwol ſolches Ihme zu⸗ ſchreibet/ als haͤtteſt du es Ihme gethan/ und dich mit zeitlichem und ewigen Segen vielfaͤllig dafuͤr belohnen thut. Sum⸗ ma) wann wir durchgehen alle Stuͤcke des Gottesdienſis und W Chriſtlicher Bbung/ bezeuget das Werck ſelbſt/ daß da mit nicht GOTC dem HERXN/ ſondern uns genutzet wird. Wie der Ackermann/ der ſeinen Acker fleiſſig bauet/ nicht dem 1 Acker ſondern ihm ſelbſt Nutzen ſchaffet/ er ſamlet zu ſeiner Zeit die Fruͤchte ein/ und geneuſſt derſelben: Alſo wer im Dienſte des HERR trew iſt/ machet GOcC den HER⸗ REx damit nicht beſſer; er aber der Menſch wird reichlich oceſſert/ und empfaͤhet zu ſeiner Zeit vielfaͤllige Frucht/ zeitll⸗ che und ewige, mit welchen uns allen auch GOTE der HAR auß Gnaden beſeligen wolle umb C HRIJSSI willen/ Amen. b
Weil wir dann nun alſo die ſieben Buß⸗Pſalmen des
Koniges und Propheten Davids mit Erklaͤrung zu Ende ge⸗ racht/ und es aber heiſſet/ laut des us. Pſalms: Non nobis Domine, Nicht uns HERR/ nicht uns/ ſondern deinem Namen gib die Ehre: Als dancken wir Dir auch viel⸗
guͤtiger GOTT)/ von Grund unſers Hertzens/ daß Du uns eerzu nicht allein Geſundheit/ Staͤrcke und Krafft verliehen/ daß wir in offentlicher Verſamlung ſolche Predigten haben halten und verrichten/ ſondern auch Gnade und Verſtand ge⸗ cben] daß wir ſolche Predigten auß den ſieben Buß⸗ Pſal⸗ Pppppr men


