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Hertz-durchdringende Buß-Glocke/ So da auffmuntert Zu einem gottseeligen Leben : Insonderheit aber zur recht Christlicher Bußfertiger Vorbereitung ... wegen würdigen Gebrauchs des Hochheiligen Abendmahls/ Worzu gehörig/ 1. Ernste Rew und Leyd über die Sünde/ 2. Wahrer Glaube an Christum/ 3. Besserung des sündlichen Lebens; Begriffen/ In den Sieben Buß-Psalmen des Königes und Propheten Davids: Welche In LIX. Predigten ... in der Pfarr-Kirchen zu Cüstrin ... textualiter erkläret worden / durch M. Martinum Muthreichen/ Archi-Diaconum daselbst
Entstehung
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. Deeerſte Predigt. b

77. Dee andere Kunſt der Chriſten iſt die Leyde⸗Kunſt/ daß man ſich in das Creutz und Leyden recht ſchiclen/ und mii: Gedult es ertragen koͤnne. Denn rechtſchaffene Chriſten koͤn⸗

nen in dieſer Welt ohn Treutz und Leyden nicht ſeyn. Wer

Matt 1o. V. 38.

nicht ſein Creutz auff ſich nimmt und folget mir nach/ der

iſt mein nicht werth/ ſpricht Chriſtus beym Matth: 10. Blei

bet alſo wol bey dem Ausſpruch S. Pauli: Wir muͤſſen durch

viel Truͤbſal in das Reich Gottes gehen. Vnd alle die

Act. 14.v.22. gottſelig leben wollen in Chriſto Jeſu muͤſſen Verfolgung

V. I2.

Cap. 20. v/ I4. 1F.

Timoth: 3. leyden. Act. 14. 2. Timoth.;.

Nun koͤnnen ſich alle und jede Chriſten in das Creuß un Leyden nicht recht ſchicken; Viel murren und werden ungeduͤddg wieder Gott/ etzliche fahren zu/ und verfluchen aus groſſer M⸗ gedult den Tag ihrer Geburt wie der Prophet Jeremigs(hut Cap. 20. Darumb iſt hier Kunſt von Noͤthen/ daß wir das Euut geduͤldiglich leyden und die Truͤbſal alſo erdulden/ daß wir aach derſelben als Gottes vaͤterlicher Zuͤchtigung uns freuen undmit

S. Paulo uns ruͤhmen/ ſagend: Wir rüihmen uns der Lib⸗

ſal/ dieweil wir wiſſen das Truͤbſal bringet Gedult/ Ge⸗ dult bringet Erfahrung/ Erfahrung bringt Hoffnung/

Hoffnung aber laͤſt nicht zu Schanden werden. Nom.

III. Die dritte Kunſi der Chriſten iſt die Sterbe⸗Kunſt:

Daß man dieſes Leben recht ende und beſchlieſſe. Denn withaben

hier keine bleibende Statt/ ſondern muͤſſen endlichen auff undda⸗ von. Wir muͤſſen wieder zur Erden werden davon wiege⸗

nom̃en ſind denn wir ſind Erde und ſollen zur Erden wer⸗

Gen.. v. i9. den. Gen. 3. Den Menſchen iſt geſetzt einmal zu ſterben. Heb.g.v/. Heb. 9. Diß wil abermals ſchwer eingehen/ und iſt der Nammr

nichts mehr zuwieder als der Todt. Darumb auch hier Kunſt von noͤthen/ daß wir aus dieſer Welt wülliglich ſcheiden und ſeligli im HErnn einſchlaffen/ daß wir fuͤrdem Tod uns nicht entſetzen

ondern vielmehr uns deſſen freuen mit S. Pauſo ſagende/ 5

Hab luſt M dem dainen meine A berettet!

daß mar ſuche ut wiederge cheunſer wegen Wr ſeh⸗ fuͤſtet wit deſebbeſtt ihrwolle wollenhe wir nich thuen wi Wa vitgefallen gungene S Loen aͤnder tulgeſaget m.Das, igeBuſfe. Uönen feir Kriiges zu etſa Buß. bot und ge Tagmaii