Teil eines Werkes 
2 (1817) L-Z : mit einigen Nachtr.
Entstehung
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324 Par

Paris hat sehr viele Manuf. und Fabr., noch mehrere geschätzte| Handwerker und Künstler, und in Hinsicht aller Artikel des Luxus ist es der Hauptsitz der Industrie von Frankreich. Vorzügl. liefert es herxl. Tapeten aus den Gobe- lins und der Savonnerie; Spiegel- und Krystallglas; Hüte; Porzelan aus 27 Fabr., besonders aus der von Dihl und Gerhard; Silber-, Bronze- und Bijoute- riewaaren; alle Putz- und Modeartikel, unter andern schöne Kunstblumen; sehr ‚ute Tischler- und Wagnerarbeit, bes.

utschen; Uhren; Bleistifte; Papier- tapeten von worzügl. Mustern; Sticke- reien; bunte, goldne uhd transparente Papiere, Thermölampen und künst!. Augen für Menschen und Thiere, dann Tabak aus 32 Fabr.; Zucker aus 5 Siede- reien; Liqueure, Syrup, und eingenuach- te Früchte; Gaze, Franzen und seidene Strümpfe auf 300 Stühlen; baumw olle- nes Garn, Mützen und Strümpfe; optı- sche, phys., mathem. und chirurg. In- strrumente, auch aus. Platina; Leder, Saffian und lederne Handschuhe; ben; Mineralsäuren; Schokolade; Spiel- karten; vorzügl. Feuer- und Seitenge- wehre; Kanonen; Quinkaillerie, Mo- saik; Feilen; Windsor- und Palmseife; geschliffene Diamanten u. 5. W.; 1812 waren überhaupt 33,721 Künstler und Handwerker patentirt. Im Umbkreise der Stadt, besonders an deren äulseren Begränzungen, sind wohleingerichtete Kunstgärten und Baumschulen ange- legt. Paris ist zugleich eine Handels- städt und das Entrepot der Franz. und fremden Waaren, wofür es den Preils- courant auf den meisten Märkten fest- setzt; der Weinhandel ist nicht unbe- deutend, und die Bankgeschäfte gehen in das Grofse, da Päris der Sitz der Bank von Frankreich ist; 1804 bestand das Korps der Hanrdeltreibenden aus 113 Bankiers, 98 Grolshändleru, 180 Grossi- sten in Wein, Essig:und Branntwein, 5,146 Detailhändlern aller Art, 1,063 Obst- händlern und 1,119 Trödlern, Die Kon- sumtion ist beträchtlich: im Durch- schnitte verbrauchen die Pariser 2,000,000 Zentnr. Brod, 567,257 Zntr. Hafer, 224,600

fi

Zutr. Gerste, 75,000 Ochsen, 15,000 Kühe,

103,009 Kälber, 220,000 Hammel, 5535375

Schweine, 100,000 Ztr. Seefische, 12 Mill.

Austern, für 30,00o Gulden Hummer und

Krebse,. 5,380 Zntr. Wachs, 30,009 Ton-

nen Bier, 6,000 Tonnen Cyder, für

123254,220 Guld. Wein, für 1,113,020 Guld.

Branntwein, für 185,670 Gulden Essig,

für 7,426,800 Gulden Brennholz, für

1,485.360 Guld. Tabak, für 1,114,020 Guld.

Kaffee, überhaupt für 96,541,460 Gulden.

Keine Stadt der Erde ist reicher an al-

len, was das Leben des Menschen er-

heitern, aber auch verderbei und ver-

siften kann: es giebt keine Arten von

Genufs, worauf nicht der Pariser raffi-

nirt hätte, keine Art von gesellischaftl,

Vergnügung, die man hier vermissen

sollte. Für die Gastromanie war es

längst eine hohe Schule; Theater, Kon- zerte, Balletie, sieht man hier in ihrer höchsten Pracht und Kunst. Es giebt« autorisirte Theater, 2 Upernhäuser,

den cirgque Olympique, das Konzert in

der Akademie röy. de Musique, mehre- :re öffentl. Promenaden, wie die Gärten der Tuilerien und von Lnxemburg an x.o9

der Jardin des plantes, die Bouilevards, Tivoli, Turc, des Princes, Frascati, Co- lysees und andere Gärten. Man rech- Het gegen 2,500 Kestauräteurs,65 Gar»

Far-.

Klima:

Par

köche, 1,419 Weinschenken, 614 Lime. nadeschenken, 3,000 Kaffeeschenken und

Billarde, 630 gemeine Schenken, 444 Bier- und Cyderschenken, 72 grolse Gaßt-

höfe und 550 Hotels garnie3, 1,300 Fiaker, 1,200 Stadtwagen, mehr als, 2,000 Kabriolets und 4,000 Privatequipagen,

Paris hat gewohnlich aufser den könıg- lichen

Zahl von Linientruppen, zusammen gegen 24,000 Mann ın Garnison, die sämmtlich in ıgo Kaserneu tınterge- bracht werden. Das Arsenal und das Hotel des invalides sind Zierden der Stadt, wie auch die vormal, Ecole mili- taire am Champ de Mars. Paris war zwar schon zu-Cäsars Zeiten vorlan- den, und wurde mit den Kapstingern königl. R-sidenz; ihr ungeheurer An- wachs aber datiri sich erst grit den Zei. ten Louis XIV., welcher sie zugleich, so wie Napoleon, aufserordentlich ver- schönerte. Sie ist der Geburtsort sehr Männer der äl. Zu den letzteren Philos. Hel- vetius+} 177

1794, der Dramatiker Moliere 7 1673, der Geschichtschreiber Rollin 1741, der Dichter J. B. Rousseau+ 1741, der Dich-

Pariset,. Avei- ron, Bz. Villefranche, mit 1,503, Einwoh- nern.\

Pariss, Nordamer.k. Gebirge im St. Nordcarolina, mit Eisen- und Schwefel. minen.

Parkany,(Br. 470 48° 26° 1. 360 23° 7') Oester. MA. in der Ungar. Gesp. Gran, am Einfl. der Gran in die Donau, mitI kath. R.

Parkstein, Bäier. Mfl. im Obermain- landger. Neustadt, mit 553 E. und den Ruinen eines alten Bergschl.

Parkur, Hind, Distrikt unter 240 n, Br., zw. der grolsen Wüste im N., Gu- zurate im©., Kutsch im S$S. und Shind im W. belegen, und unter einem eige- nen Rajah stehend. Aufßser der Haupt- stadt Parinuggur von 300 H. und dem Hindu- Wallfahrtsorte Punjaji enthält er etwa 40 bis 50 D., wirft aber seinem Radsbutischen Beherrscher ansehnliche Einkünfte ab.

Parma, Kurop. Herzogthum in dem obern italien, zw. 270 8° bis 280 56° ö. L. und 440 14° big 440 59 n. Br., im N. an die Lombardei, im. an Niodena, im S.

und W. an Sardinien gränzend, 100 QM.

grofs. Oberfläche: mehr hügelich, als eben; den südl. Theil durchstreicht der rauhe Appennin. Boden; an dem Ge- birge steinig, in den Ebenen und T'- lern mälsig fruchtbar, überall gut be- wässert. Gebirge: die Appenuninen. Ge- wässer: Po, laro, Trebia und Lenza. miide, doch hat man noch re- gelmälsig Schnee und herben Frost im

Winter, und die Agrume gedeihet noch

nicht. Produkte: Waızen, Mais, Hafer, Garten- u. Hülsenfrüchte, Hanf, Wein, besondersder feurige vino santo(kein eigenes Gewächs, son dern eine Vermi- schuns mehrerer Sorten), Obst, Safran,

Garden eine verhäiltnilsmälsige

engere

j jenmirner Seltı fin u alnd.

1807 wa Guastall Guasital, Es. giebt 1,500,000 Eıntheil cenza, B

Parn

welches menade mehrer: 4,000 H. und der schof, U

nen Küı 's ber

schönste