halt der Hunde ein trockner Schloßgraben iſt, aus welchem ſie nicht heraus koͤnnen. Hier muͤſſen ſie Stalle haben, die am Beſten aus ſtarken Planken gebaut werden, deren Zwiſchenraͤume man mit Moos ausfuͤt⸗ tert. Das Dach ſoll ein dichtes Strohdach ſeyn. In⸗ nen werden rundum an der Vierungswand, einen Fus hoch uͤber der Erde, Pritſchen von Erlenholz angebracht. Gegen Suͤden und Norden bekonmen die Waͤnde Schubfenſter. Sowohl der Zwinger als die Staͤlle muͤſ⸗ ſen taͤglich gereinigt, und Letzterer bei feuchter Witte⸗ rung oͤfters und mit Vorſicht ausgeräuchert werden. Auf die Pritſchen legt man dicht reines, trocknes Rog⸗ genſtroh, welches man wöchentlich, und zur Jagdzeit kaͤglich erneuert, damit nicht das Ungeziefer uͤberhand nehme, und auch dem Hund die Naſe nicht verdorben werde. AHuch ſollen die Hunde oͤfters geſchwemmt, ge⸗ kaͤmmt und geſtriegelt werden. Endlich darf es auſ⸗ ſer dem Stall nicht an einem Schoppen fehlen, der aus einem bloſen Dach auf vier kurzen Saͤulen beſteht⸗ und den Hunden dazu dient, bei groſer Hitze auſſer⸗ halb des Stalles Schatten zu genieſen, im Freien.
b) Das beſte Hundefutter iſt gutes Kleienbrod⸗ auch Haferſchrot mit warmer Bruͤhe angemacht, welche Suppe ſie taͤglich dreimahl in reinen Gefaͤßen erhal— ten muͤſſen. Gut ſollen die Hunde gehalten werden: denn ſchlecht gefuͤtterte Hunde verfaͤrben ſich, riechen haͤßlich, werden voll Ungeziefer, und durchſuchen alle Miſtſtaͤtten nach Knochen und andern Abfällen. Aber zu viele und zu duͤnne Suppe erſchlafft ihnen die Ein— geweide, und die Folgen davon ſind Blaͤhungen. Auch
allzufette, ingleichen gewuͤrzhafte Suppen ſind ihrer
Geſundheit nachtheilig. Von heiſen Suppen leiden ſie
an der Naſe, werden lungenſuͤchtig, zehren ab, und
kommen nie wieder zu Kraͤften. Was von ihrer Sup⸗ pe uͤbrig bleibt, darf man ihnen nicht aufheben,(man
kann es den Schweinen geben): denn es ſaͤuert. Das
Freßgeſchirr muß vor jeder Mahlzeit gereinigt werden. Kurz vor der Jagd fuͤttre man ſie nicht, und kom⸗
men ſie von der Jagd zuruͤck; ſo muß man ſie wenig⸗ ſtens eine Stunde warten laſſen, ehe man ſie füttert.
Knochen giebt man ihnen zerſtoßen und angebruͤht,
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