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Man weiß nicht, wann und wie dieſe Hunde zu⸗ erſt nach Neufundland gekommen ſind, noch durch
Wen? dieſes geſchehen iſt. Bei der erſten Niederlaſ⸗
ſung der Englaͤnder im Jahr 1622 fand man ſie dort
nicht vor. Pennant giebt aber nur muthmaßlich den
Bullenbeiſſer und groſen Schaͤferhund als Stamm⸗ eltern dieſes Hundes an. Sie ſind ſehr verſtaͤndig, und heiſſen auch Waſſerhunde, weil ſie uͤberaus gern ins Waſſer gehen, unermuͤdlich darinnen ſind, und mit vieler Leichtigkeit ſelbſt gegen den Strom ſchwim⸗ men. Sobald ſie einen Menſchen in Waſſersnoth ſe⸗ hen; ſtuͤrzen ſie ſich ins Waſſer, ſchwimmen ihm nach, ſtecken dem Verungluͤckten die Schnautze unter die Ach⸗ ſel, und heben ihn dadurch aus dem Waſſer empor. Es giebt unter dieſer Zucht Hunde, die in einer Entfer⸗ nung von mehr als 10 engliſchen Meilen auf den Schiffen Land wittern, und dieß durch ſehr ſtarkes Bellen zu erkennen geben. Anleitung, vielerlei Lebensgefahren, welchen die Menſchen zu Waſſer und zu Land aus⸗ geſetzt ſind, vorzubeugen. Wien 1804.
Im Jahr 1816. den 10. Nov. verungluͤckte das
2 Engliſche Transport⸗Schiff the Harponer, worauf
ſich 380 Menſchen befanden, bei Terre neuve. Nur
460 Menſchen wurden gerettet. Ein großer Neu⸗
Foundlaͤndiſcher Hund krug Viel zu ihrer Rettung bei, indem man mittelſt Deſſelben von einem Felſen ein Tau an die Kuͤſte geſchickt hatte, durch deſſen Huͤlfe manche Perſonen dem Tod entgiengen.
c) Runallco, d. i. der Hund der Landes⸗ einwohner.
v. Humbolds Anſichten der Natur. S. 88.
In Peru. Schon Garcillallo erwaͤhnt ſeiner. Er
ſcheint blos eine Spielart des Canis paſtoreus zu ſeyn.
Rur iſt er kleiner, langhaarig, weiß und braun ge⸗
fleckt, hat aufrechtſtehende, ſpitzige Ohren, bellt ſehr
biel, beißt aber deſto ſeltner.
d) Techici.
In Mexico. Eine Spielart des gemeinen Stamm⸗


