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Der Hund, seine verschiedenen Zuchten und Varietäten, Geschichte seiner Verbreitung und Schicksale, Erziehung, Benutzung, Krankheiten und Feinde / von Friedrich Ludwig Walther
Entstehung
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zum Verlohren⸗ſuchen uͤber. Alsdann faͤngt die Feld⸗ Dreſſur an. Einen gut dreſſirten Huͤhner⸗Hund kann man auch gewoͤhnen, auf dem Schweiß nachzuſuchen, welches am Beſten auf Schnee geſchieht. Einen ver⸗ ſchlagenen Hund aber, muß man erſt an ſich gewoͤh⸗ nen, und ſein Zutrauen zu erhalten ſuchen, taͤglich mit ihm hinausgehen und ihm allen Willen laſſen, bis er wieder dreiſt geworden iſt, und ſein erlittenes Unrecht vergeſſen hat. Dann faͤngt man die Dreſſur wieder von Vorne an. Dieß iſt denn unſer gewoͤhnlicher Huͤhner⸗Hund.

a a) Braune; b b) weiße; oc) getiegerte; dd) geflecktr; ee) ſanfthaarige, ein guter, aber ſehr empfindlicher Schlag, deren Haare weich wie Seide ſind. ff) zottige, C. aquatilis, der Waſſerhund. Die Beß⸗ ten ſind Blendlinge von g) und dem gro⸗ ſen Budel. Pennant. 250. Sukow. 241. Enc. 375. w. Zu unſerm gewoͤhnlichen Huͤhnerhund ſucht man meiſtens gefleckte Jagdhunde von mittlerer Groͤſe und guter Naſe aus, und kuͤrzt ihnen den Schwanz. Die Braunen haben meiſtens rothe wie entzuͤndete Augen. Man hat auch Ba⸗ ſtarde von Jagdhunden und Bracken, die aber alles erhaſchte Wild ſchneiden. Alle dieſe Hunde eſſen keine Knochen von zahmem und wildem Federvieh.

h) Bracca, die Bracke.

Der altteutſche Name iſt hier abſichtlich beibe⸗

halten worden. In den Naturſyſtemen und Cuynographien fehlt dieſe Art, und meiſtens iſt ſie unter dem Jagdhund und Parforce- Hund verſteckt. Sie gehoͤren auch allerdings unter die Jagdhunde; aber ſind die Jagdhun⸗ de Bracken uͤberhaupt? Dieſe ſind in man⸗ chen Jagd⸗Ordnungen wegen ihrer Raubſucht zu halten verboten, und wer ein kleines Jagd⸗ revier zu begehen hat, waͤre ein Thor, wenn er ſich Bracken hielte, die ihm alles Wild aus⸗